↑ Return to Chronik

Kapitel 9: Die Bruderschaft in der heutigen Zeit

1980 – 1993

Pfarrer Hendrik Sistermans

Nachfolger von Elmar Wiegelmann wurde im Sommer 1980 Hendrik Sistermans. Er wurde 1919 in Holland geboren und kam vom Orden der Herz-Jesu-Priester, die in Oberkassel ihr Provinzialhaus haben. Sistermans war 18 Jahre in Brasilien tätig. Er wurde am 10.8.1980 in seine neue Gemeinde eingeführt. Als Präses interessierten ihn natürlich Sinn und Zweck der Bruderschaft sehr. Er war erst kurz in Oberkassel, da nahm er an der Kirmes 1980 an drei Tagen am Schützenzug teil und hatte sich damit gleich Sympathien bei den Oberkasselern erworben. Das Brauchtum der Bruderschaft konnte er miterleben, und er wurde sofort in das Geschehen rund um die Kirmes eingebunden.

Die ersten Regeln (heute Satzung) waren bereits von Pfarrer Wilhelm Reuff im Jahre 1857 neu gefasst worden. Bis 1980 wurde die Satzung dann immer wieder durch Zusätze und Protokollnotizen ergänzt. Unter Pfarrer Conrad Schmitz wurden die Regeln gleich dreimal abgeändert und zwar am 20.3.1920, am 13.1.1924 und am 13.12.1925. In der letztgenannten Änderung wurden auch viele Regelungen übernommen, welche die Gestaltung der Kirmes betrafen, z.B. wer in der Prozession den Baldachin zu tragen hat, in welcher Reihenfolge die Ehrenschüsse abzugeben sind und wie der Kirmesdienstag abläuft. Der Vorteil hierbei war, dass das alte Brauchtum schriftlich festgehalten wurde. Dies musste aber nicht unbedingt in der Satzung verankert werden. Den letzten Ausschlag für die Überprüfung der Satzung gab aber auch die Forderung der Finanzbehörde, klare Bestimmungen über die Gemeinnützigkeit der Bruderschaft in der Satzung festzulegen. Der Vorstand beschloss daher, einen Ausschuss zu bilden, der der Satzung eine moderne Form geben sollte.

Dem Ausschuss zur Satzungsneufassung gehörten der Präses Hendrik Sistermans, der Brudermeister Eugen Rosbach, einige Vorstandsmitglieder, sowie ehemalige Könige und Ehrenmitglieder an. Satzung und Regelungen über die Kirmes waren bisher zusammengefasst worden. Man klärte zunächst, was nur zur Satzung gehört. Dabei wurden die Texte so verfasst, wie es sinngemäß das BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) für Vereine vorschreibt. In der Satzung sind daher nur noch die Grundlagen der Bruderschaft, wie Name und Sitz, der Bruderschaftszweck, die Mitgliedschaft mit den Rechten und Pflichten, die Organe, die Versammlungen von Vorstand und Mitgliedern sowie die Auflösung der Bruderschaft festgeschrieben. Zum Bruderschaftszweck ist zu vermerken, dass nach der Satzung die Förderung des religiösen und kirchlichen Lebens und der Bruderschaftsgedanke nach wie vor an erster Stelle stehen. Die Pflege des alten Brauchtums steht an vorletzter Stelle des Katalogs. Die Ausübung des Schießsports ist in der Satzung als letztes enthalten.

In der Satzung steht nichts über die öffentlichen Veranstaltungen und deren Ablauf. Hierfür wurden eigens die Regeln aufgestellt. Sie ergänzen die Satzung. In den einzelnen Abschnitten steht fast alles über den Jahresablauf im Vereinsleben der Bruderschaft. Ausführlich sind die Aufgaben der Organe der Bruderschaft und der Ablauf des Schützenfestes beschrieben, beginnend am Kirmessamstag mit dem Aufstellen der Vogelstange bis Mittwoch, an dem der Kirmeskerls beerdigt wird. Weitere Abschnitte behandeln die Jubiläen, die Aufstellung des Schützenzuges, die Reihenfolge beim Königstanz, die Uniformordnung, den Schilderkranz und die kirchlichen Verpflichtungen. Richtig war es, in den Regeln manches festzuschreiben, was bisher nur durch mündliche Überlieferung bekannt war. Der Satzungsausschuss kam unter Vorsitz von Pfarrer Sistermans bis Ende 1982 öfters zusammen, so dass die Mitgliederversammlung am 25. März 1983 die Neufassung diskutieren konnten. Die Mitglieder waren im Prinzip mit der neuen Satzung und Regeln einverstanden, nachdem der Brudermeister diese vorgetragen und erläutert hatte. Es wurden einige Textänderungen vorgeschlagen und beschlossen. Auch wurde der ökumenische Gedanke in §6 der Satzung berücksichtigt. Es heißt jetzt: “Mitglied kann jeder Oberkasseler Junggeselle werden, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, einer christlichen Religion angehört und sich zur Satzung und den Regeln der Bruderschaft bekennt und verpflichtet”. Es war zwar schon nach Kriegsende stillschweigend geduldet, aber nicht in der Satzung verankert, dass evangelische Junggesellen mit im Schützenzug marschierten und auch Chargiertenposten übernahmen. Eine heftige Diskussion entstand über die Frage, wer um die Königswürde schießen darf. Nach langer Debatte einigte man sich auf die Formulierung: Die Bewerbung um die Königswürde ist mit dem Bruderschaftszweck nur dann vereinbar, wenn der Bewerber die Förderung der christlichen Werte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben bezweckt.” Die anderen Bestimmungen für den Bewerber, also dass er das 21. Lebensjahr vollendet haben und mindestens ein Jahr Mitglied der Bruderschaft sein muss, waren nicht strittig. Nach Unterschriftsleistung durch den Vorstand, den Vorstand der ehemaligen Schützenkönige und den Satzungsausschuss waren Satzung und Regeln beschlossen. Sie wurden allerdings am 30.4.1984 nochmals geringfügig in zwei Punkten geändert, um dann ins Vereinsregister eingetragen zu werden. Diese letzte Fassung trat am 26.6.1984 in Kraft. Die Satzung und die Regeln sind im Anhang zur Chronik abgedruckt.

Die Chargierten der Bruderschaft vor dem Lippeschen Palais, 1983

Die Gestaltung der Kirmes nimmt verständlicherweise einen breiten Raum im Jahresablauf der Bruderschaft ein. Aber auch über andere Ereignisse in der Zeit von 1980 bis heute ist zu berichten. Pfarrer Sistermans hatte die Mitglieder der Bruderschaft bereits 1980 eingeladen, an der Pfarrprozession nach Ahrweiler teilzunehmen. Diese Wallfahrt geht auf ein Gelöbnis zurück, dass die Oberkasseler um 1700 gemacht haben, als die Menschen hier durch schlimme Krankheiten (Pest) und Hungersnot viel zu leiden hatten. Seit 1980 gehen die Mitglieder der Bruderschaft mit nach Ahrweiler. Dies ist in den Regeln auch festgelegt, genau so wie die Teilnahme an den Betstunden beim Ewigen Gebet. Die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession ist selbstverständlich und ebenfalls in den Regeln festgeschrieben. Alljährlich wird mit den Bruderschaften aus Ober- und Niederdollendorf sowie Königswinter ein Einkehrtag gehalten. Er findet im Herbst abwechselnd in einem der genannten Orte statt. Ergänzend zu diesen religiösen Veranstaltungen ist zu vermerken, dass die Vorabendmesse an jedem ersten Samstag im Monat für die Anliegen der Bruderschaft gefeiert wird. Es ist ein besonderes Ereignis, wenn ein Neupriester aus der Gemeinde seine Primiz feiert. Das Mitglied der Bruderschaft Axel Werner feierte am 10.6.1990 dieses für Oberkassel seltene Fest. Der Vorstand und die Chargierten mit den Fahnen der Bruderschaft waren mit dabei, als er zu Hause abgeholt und zur Kirche geleitet wurde.

Bereits im März 1981 wurde eine religiöse Gesprächsstunde mit dem Theologen Leo Engels gehalten. Diese wurde dann am 20.3.1982 mit dem Thema “Kann man ohne Kirche religiös sein?” fortgesetzt. Bei der Pfarrgemeinderatswahl am 7.8.1981 hatten sich vier Mitglieder der Bruderschaft zur Wahl gestellt. Gewählt wurden Peter Dirkmann, Eugen Rosbach und Theo Neunkirchen. Von den ehemaligen aktiven Mitgliedern befinden sich heute im Kirchenvorstand Bernd Käufer, Manfred Krahe und Eugen Rosbach. Im Pfarrgemeinderat sind heute Norbert Haletzki und Nobert Schwarz.

Fußballmannschaft der Bruderschaft, 1982

Am 19.9.1981 wurde erstmals eine Autorallye durchgeführt. Hierbei mussten die Teilnehmer bestimmte Punkte anfahren und gezielte Fragen aus dem Leben der Bruderschaft beantworten. Sie wird auch heute noch als Fahrrad- oder Fußgängerrallye jährlich mit den Bruderschaften Ober- und Niederdollendorf und Königswinter gemeinsam durchgeführt. Auf dem sportlichen Sektor war man auch aktiv, als die Jungsozialisten für alle Oberkasseler Vereine ein Fußballturnier ausschrieben. Bei diesem vom 15. bis 17.7.1982 ausgerichteten Turnier konnte man den 1. Platz erringen und den Pokal in Empfang nehmen. Ein Zweikampf mit dem Tambourcorps wird seit vielen Jahren an Buß- und Bettag (seit der Wiedervereinigung am Tag der Deutschen Einheit) auf dem Fußballplatz ausgetragen.

Das Ausscheiden aus der Bruderschaft als aktives Mitglied ist unvermeidbar, wenn der Junggeselle heiratet. Dies war der Fall als der 1. Brudermeister Eugen Rosbach 1984 in den Stand der Ehe eintrat. Er wurde wegen seiner Verdienste um die Bruderschaft am 21. August 1989 zum Ehrenmitglied ernannt. Auf der Mitgliederversammlung am 16.3.1984 wurde Manfred Krahe als Nachfolger von Eugen Rosbach gewählt. Er übte das Amt sieben Jahre zum Wohl der Bruderschaft bis zum Jahr 1991 aus und übergab dann wegen Verheiratung an Ulrich Volkmer, den heutigen Brudermeister. Eine Aufzählung aller Brudermeister findet sich im Anhang zur Chronik. Bis etwa 1900 wurden die Brudermeister jährlich durch einanderes Mitglied ersetzt. Dieser jährliche Wechsel ist heute nicht mehr denkbar, weil die Erfahrung mit dem Geschehen an Kirmes vorhanden und die Arbeit an der Spitze der Bruderschaft kontinuierlich sein müssen. Die Dauer der Tätigkeit als Brudermeister betrug nach dem II. Weltkrieg zwei bis sieben Jahre.

Der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der in seiner Satzung auch die Förderung des heimischen Brauchtums festgeschrieben hat, hatte 1984 als Jahresausgabe an seine Mitglieder eine Schrift herausgegeben mit dem Titel: “Die Königsschilder der J.M.J. Junggesellen-Schützenbruderschaft 1794”. Die 175 Seiten umfassende Schrift enthält interessante Einzelheiten über das Königsvogelschiessen und die Königsschilder. Insgesamt sind 126 Königsschilder, 23 Jubiläumsschilder und 1 Ehrenschild mit dem Ein-verständnis der Bruderschaft abgebildet. Die Schrift ist auch heute noch ein wichtiges Nachschlagewerk.

Der Vorsitzende des Heimatvereins Willi Hey übergibt dem Brudermeister Manfred Krahe im Beisein des Schützenkönigs Norbert Haletzki das 1. Exemplar der Schrift über die Königsschilder, 1985

Helfende Hände werden auch in der Bruderschaft immer gebraucht. Seit einigen Jahren hat sie die Bewirtung im Pfarrheim anlässlich der Kirmes selbst übernommen. Hierzu wird eine Helfertruppe von 28 Personen benötigt. Dies sind meist inaktive Mitglieder oder Familienangehörige von Bruderschaftsmitgliedern. Vor einigen Jahren mussten die Holzgewehr-Atrappen für den Schützenzug erneuert werden. Auch hier waren es zwei Oberkasseler Familien, welche die Arbeit kostenlos übernahmen. Die transportable Tanzfläche und die Verkaufsbude für das Maifest wurden ebenfalls in Eigenregie erstellt. 1993 musste ein Zaun entlang der Bundesbahn gezogen werden, weil die Kinder gefährdet waren die die Rheinhalle verließen. Der Verband der Ortsvereine besorgte das Material und die Junggesellen leisteten die Arbeit. Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Jupp Gassen, sagte einmal: “Wenn man die Junggesellen ruft, sind sie da!” Man könnte noch manches aufführen, was hier zum Wohle der Allgemeinheit getan wurde. Dies entspricht aber auch dem Bruderschaftsgedanken, nämlich dem nächsten zu helfen. Gerade in der heutigen Zeit ist dies notwendig, weil viele Menschen allein sind.

Die Junggesellen sind allerdings auch keine Heiligen. Das waren sie früher und sind sie auch heute nicht. Es kommt daher vor, dass sie über die Stränge schlagen oder sich nicht an die vorgegebene Ordnung halten. Hier hat der Brudermeister für Ordnung und Aufsicht zu sorgen. Es bleibt dann nicht aus, dass ein Hausverbot oder ein Ausschluss aus der Bruderschaft zu erfolgen hat. Über Letzteres entscheiden die beiden Vorstände. Die Gründe sind aus § 12 der im Anhang 7 abgedruckten Satzung zu ersehen. Es gibt aber auch Störungen, die von außen in die Bruderschaft in die Bruderschaft hineingetragen werden. Bei der Kirmes 1990 war es ein Mitarbeiter eines Schaustellers, der eine Schlägerei anzettelte und mit einer Pistole Tränengas versprühte. Erst mit Hilfe der Polizei konnte der Randalierer entfernt werden.

Es ist schon selten, dass ein ehemaliger Schützenkönig sein goldenes Jubiläum feiern kann. Die Bruderschaft ist glücklich, noch zwei Könige in ihren Reihen zu haben, die auf dieses Jubiläum zurückblicken können. Es sind Heinrich Koßmann und Hermann Scheidt. Heinrich Koßmann, jetzt 87 Jahre alt, trat mit 19 Jahren der Bruderschaft bei. Er war als Gewehrjunge, Kassierer und Schlussoffizier aktiv tätig. Die Königswürde errang er 1935 und wählte seine Schwester Maria zur Königin. Bis 1939 war er dann noch als Feuerwerker aktives Mitglied im Schützenzug. Bei der Kirmes 1960 konnte er sein 25jähriges Königsjubiläum begehen. Im Jahre 1985 wurde dann unter großer Beteiligung der Bevölkerung das 50. Jubiläum des Königspaares Heinrich Koßmann und Maria Pilger, geborene Koßmann, gefeiert. Heinrich Koßmann wurde für seine Verdienste und Treue zur Bruderschaft mit dem Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet.

Frau Gertrud Dickschen wird zum 60. Königsjubiläum und Heinrich Koßmann und Maria Pilger, geb. Koßmann zum 50. Königsjubiläum geehrt

Hermann Scheidt, im Jahre 1919 geboren, errang die Königswürde im Jahre 1938. Er war damals mit 18 Jahren der jüngste Schützenkönig in der Geschichte der Bruderschaft. Als Königin nahm er Loni Dreesbach. Hermann Scheidt musste am 1.4.1939 zum Reichsarbeitsdienst. Für die Kirmes 1939 hatte er Urlaub beantragt, bekam diesen aber erst für den Kirmesdienstag. Vom Bahnhof Oberkassel wurde er direkt zum Schützenzug abgeholt und konnte diesen noch in Uniform mitmachen. Nach dem II. Weltkrieg war er sofort wieder dabei und wurde 1946 Hauptmann. Einige Jahre später war er einer der Mitbegründer des Tambourcorps Grün-Weiss 1950 Oberkassel. Das silberne Königsjubiläum feierte er 1963, das goldene konnte er mit der Bruderschaft 1988 begehen. Für seine Treue und besonderen Verdienste wurde ihm vom Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften der Hohe Bruderschaftsorden Verliehen.

Auch die Königinnen haben in den letzten Jahren einige Jubiläen zu verzeichnen. Im Jahr 1989 hatten Frau Katharina Wirges, geborene Schmitz ihr 60. und Frau Änne Hamacher, geborene Brodthuhn ihr 50. Königinnenjubiläum. Frau Dickschen, geb. Düppen, die viele Verdienste um die Bruderschaft hat, konnte bei der Kirmes 1990 ihr 65. Königinnenjubiläum feiern.

Die Bruderschaft will und kann ihren Mitgliedern nicht nur die Kirmes als Anziehungspunkt bieten. Auch erwarten die Junggesellen heute mehr als vor 40 Jahren. Daher bietet die Bruderschaft heute das ganze Jahr über Veranstaltungen und vereinsinterne Ereignisse an. Der nachstehende Terminplan für das Jahr 1991 gibt einen Überblick über die Aktivitäten, wobei die Chargiertenversammlungen und die Vorstandssitzungen nicht berücksichtigt sind.

Termine 1991

01.01.1991 Silvesterparty
06.02.1991 Geburtstag beim ältesten König Heinrich Koßmann
15.03.1991 Jahreshauptversammlung
06.04.1991 Polterabend bei Peter Dirkmann
28.04.1991 Schießwettbewerb in Langenfeld
30.04.1991 Mailehenversteigerung
05.05.1991 Königsversammlung
09.05.1991 Christi-Himmelfahrts-Wanderung
25.05.1991 und 26.05.1991 Mai- und Kinderfest
30.05.1991 Fronleichnamsprozession
21.06.1991 Ausschußsitzung für das Jubiläum
22.06.1991 Chargiertentour
13.07.1991 Polterabend bei Uli Hochgeschurz
28.07.1991 Fußballturnier in Niederdollendorf
02.08.1991 Erster Übungsabend
09.08.1991 Zweiter Übungsabend
11.08.1991 Königsversammlung
12.08.1991 Besuch der Oberdollendorfer Kirmes
16.08.1991 Generalprobe Schützenzug
17.08.1991 bis 21.08.1991 Kirmes in Oberkassel
23.08.1991 Polterabend Bernd Backhausen
07.09.1991 Polterabend Manfred Krahe
15.09.1991 Ahrweilerprozession
30.09.1991 Besuch der Niederdollendorfer Kirmes
05.10.1991 Fahrrad-Rallye
11.10.1991 Dia-Vortrag über die Kirmes
19.10.1991 4. Oktoberfest der ehemaligen Schützenkönige
26.10.1991 Einkehrtag in Oberdollendorf
10.11.1991 Empfang bei Pfarrer Sistermans
17.11.1991 Kranzniederlegung am Ehrenmal
20.11.1991 Fußballspiel gegen das Tambour-Corps
22.11.1991 2. Ausschusssitzung für das Jubiläum
06.12.1991 Betstunde beim ewigen Gebet
29.12.1991 Fest der heiligen Familie

Der Nachwuchs der Junggesellen übt bereits in der Schule. Als 1993 der Verband der Ortsvereine (VdO) anlässlich seines 65jährigen Bestehens mit der Gottfried-Kinkel-Grundschule eine Veranstaltung an drei Tagen in der Rheinhalle durchführte, war ein Schützenzug mit Hauptmann, Fähnrichen, Königs- und Begleiterpaaren die Sensation. Unter der Leitung von Regisseur Ferdinand Lobeck und der Rektorin Monika Baum marschierten die Kinder der Klassen 4a und 4b durch den Saal und boten mit Fahnenschwenken und Königsparade ein köstliches Schauspiel.

Schützenkönig Philipp Dockenfuß und Königin Britte Rollbühler von der Grundschule Oberkassel in der Rheinhalle, 1993

Die Tradition der Bruderschaft wird besser verständlich, wenn man die Kirmes in ihrer Gesamtheit erlebt. Nachstehend soll einmal der Ablauf des Kirmesgeschehens oder besser gesagt des Schützenfestes zusammengefasst dargestellt werden.

Zur Durchführung des Festes sind seitens des Vorstandes umfangreiche Arbeiten notwendig. Bereits im Frühjahr, also März/April eines jeden Jahres, werden Verträge zwischen der Bruderschaft und den Musikkappellen, die an den drei Kirmestagen den Schützenzug begleiten oder im Tanzsaal spielen geschlossen. Natürlich muss sich die Bruderschaft auch mit dem Oberkasseler Tambour-Corps absprechen. In jedem Jahr muss ein Marschplan aufgestellt werden, wann und durch welche Strassen der Schützenzug geht. Dieser ist dem Ordnungsamt vorzulegen. Weiter sind Genehmigungen erforderlich für die Benutzung des Bürgerparks für die Königskrönung, den Ausschank während des Königsvogelschiessens und für das Schiessen selbst. Auch für das Böllerschiessen ist eine Erlaubnis notwendig.

Bereits am zweiten Freitag im Juli ist die Dienstewahl, früher Diensteversteigerung. Die Mitglieder wählen die für den Schützenzug notwendigen Chargierten und Begleiter, also den Feuerwerker, die Zugoffiziere, die Schlussoffiziere sowie die Begleiter für Brudermeister und Fähnriche.

Vor der Kirmes werden die Freunde und Gönner der Bruderschaft angeschrieben, ob sie, wie schon seit Jahren, mit Fahnenschwenken geehrt werden wollen. Hierfür erwarten die Junggesellen einen Betrag zur Deckung ihrer Kosten. Wenn ein Betrag ohne Schwenken gegeben wird, sind die Junggesellen nicht böse, weil sie zeitlich oft in Bedrängnis kommen. Je nach der Anzahl wird ein Schwenkplan aufgestellt. Die Bruderschaft ist auch heute noch auf die Spenden der Geschäftsleute und Bürger angewiesen. Ohne die finanzielle Hilfe der Oberkasseler Bevölkerung, insbesondere bei den Sammlung, wäre die Kirmes in der jetzigen Form nicht mehr durchzuführen. Zu den Kosten soll hier nur soviel gesagt werden, dass der größte Posten stets die Zugmusik an den drei Kirmestagen ist. Natürlich gibt es noch weitere Kosten, die hier nicht aufgezählt werden sollen. Die Bereitschaft der Oberkasseler Geschäfte, die Bruderschaft zu unterstützen, zeigte sich auch jetzt im Jubiläumsjahr wieder, denn die für die Festschrift angesprochenen Inhaber haben sich fast alle durch eine Anzeige beteiligt.

Wenn alle Genehmigungen beantragt, die notwendigen Einladungen geschrieben und die Presse unterrichtet sind, können die Junggesellen die Übungsabende auf dem Schulhof der Grundschule abhalten. Am Freitag vor der Kirmes ist mit dem Tambour-Corps dann die Generalprobe für die Parade auf der Adrianstrasse.

Mit dem Böllern am Kirmessamstag beginnt die Kirmes. Die Junggesellen holen mit klingendem Spiel die Vogelstange, die seit Jahrzehnten bei der Familie Willmeroth in der Zipperstrasse aufbewahrt wird, mit einem blumengeschmückten Vogel ab. Dann geht es auf die Anhöhe neben dem Sportplatz, wo der Vogel als Kirmessymbol aufgestellt wird. Anfang dieses Jahrhunderts wurde auch auf diesen Vogel geschossen. Heute ist es mehr eine Erinnerung daran, dass der Vogel früher im Steinbruch von Peter Uhrmacher aufgestellt und auch geschossen wurde. Die Zugteilnehmer nehmen die Vogelstange auf die Schulter und heben sie bei ihrem Marsch mit Schwung in die Höhe. Der noch amtierende Schützenkönig sitzt dabei auf der Stange und muss seine Reitkünste beweisen, damit er nicht herunterfällt. Das Tambour-Corps bringt anschließend dem Präses, den Brudermeistern, dem Schützenkönig, und der Schützenkönigin, wenn ein Jubilar vorhanden ist, auch diesem, dem Hauptmann, den Fähnrichen und den Offizieren ein Ständchen. Die Haustüren der vorgenannten und der Eingang zum Festsaal werden seit alters her mit zwei jungen Bäumchen geschmückt. Dies waren früher Eichen, heute sind es aus Umweltschutzgründen Birken. Am Abend versammeln sich der aktive Vorstand und der Vorstand der Ehrenmitglieder und ehemaligen Schützenkönige (beratender Vorstand) zur Schilderkranzrevision oder auch “Schilderkranz-Putzen” genannt beim amtierenden Schützenkönig. Leider ist dies in der Vergangenheit auch schon öfters überzogen worden, indem man den ganzen Schützenzug eingeladen hat. Dies gehört allerdings nicht zum Brauchtum der Bruderschaft.
Böllerschüsse und Ständchen wecken am Kirmessonntag Bürger und Junggesellen. Unter Kommando des 2. Zugoffiziers holt der Schützenzug zuerst den Hauptmann ab, dann die Fähnriche, die Brudermeister und zuletzt den König. Der Zug geht dann zum Schulhof und nimmt dort Aufstellung zur heiligen Messe, die bei gutem Wetter im freien stattfindet. Hauptmann und Begleiter des Präses geleiten diesen mit den Messdienern zum Altar. Ehemalige Könige haben den Altar aufgestellt und mit Fahnenschmuck versehen. Nach der Messe wird der Präses wieder zur Kirche begleitet. Während dieser Zeit spielt die Blasmusik traditionell den Kirmeswalzer. Früher wurde dieser nach der Prozession direkt vor der Kirche gespielt. Auf dem Schulhof nimmt nun der Schützenzug Aufstellung zum Fahnenschwenken für den Präses und seine Gäste, die danach mit einem “Hoch” geehrt werden. Auf dem Marktplatz am Ehrenmal wird für die Gefallenen der Weltkriege ein Kranz niedergelegt, während die Musik das Lied vom guten Kameraden spielt. Danach werden die Oberkasseler Bürger durch Fahnenschwenken der beiden Fähnrich geehrt. Bis zur Mittagspause wird dann noch bei einigen Freunden und Gönnern die Fahne geschwenkt.

Es gibt besondere Anlässe, an denen die ehemaligen Könige auch einen sogenannten Jubilarkönig ermitteln. Das geschah bis vor einigen Jahren zusammen mit den Junggesellen am Kirmesmontag. Weil aber auf dem Fußballplatz nur eine Kugelfanganlage vorhanden ist, schießen die Könige seitdem Sonntagsmorgens auf den Vogel. Der Jubilarkönig wird dann nachmittags vor der Parade gekrönt. Hierfür ist eigens ein zweiter Schilderkranz vorhanden, an dem die Jubilarschilder der nicht mehr lebenden Jubilarkönige befestigt sind. Eine Ausnahme von dem Schiessen am Kirmessonntag erfolgt, wenn ein Jubiläumsjahr der Bruderschaft vorliegt, wie jetzt beim 200jährigen Jubiläum, so auch schon beim 175jährigen Bestehen, wird ein eigenes Fest meist im Mai gefeiert, um die Kirmes nicht in ihrem Programm zu stören. Hierbei wird dann auch der Jubilarkönig ermittelt.

Beim alljährlichen Kirmesprogramm besucht Sonntagnachmittag der Schützenzug zunächst den Schützenkönig und holt diesen ab. Zu seinen Ehren wird die Fahne geschwenkt und anschließend bei Freunden und Gönnern im Ort. Vor der Parade ist der Schützenzug zu Gast bei der Königin und ehrt auch sie durch Fahnenschwenken. Mit der Königin geht es dann zur Parade, an der auch der Präses teilnimmt. Im Festsaal angekommen, wird dort der Königstanz durchgeführt, bei dem die Offiziere ihre Säbel in der Mitte der Tanzfläche niederlegen. Die Reihenfolge des Tanzes ist in den Regeln genau festgelegt. Dieser Königstanz, man nennt ihn auch Schwertertanz, wird nur noch von wenigen Bruderschaften im Rheinland ausgeführt. Es ist Tradition, dass das Königspaar für die Chargierten ein Essen gibt und zwar sonntags die Königin, montags der alte König und dienstags der neue König. Mit dem Festball findet der Kirmessonntag seinen Abschluss.

Montagmorgen treffen sich die Schützen traditionsgemäß zum Gottesdienst für die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Die Brudermeister dienen dem Präses dabei als Ministranten, und die Fähnriche stehen mit den Fahnen am Altar. Nach dem Gottesdienst ist Antreten auf dem Marktplatz. Früher ging es zunächst zur Brauerei, wo mancher Junggeselle noch Zielwasser zu sich nahm. Heute trifft man sich vorher in der Gaststätte “En d´r Schmied”. Es wird noch mehrmals die Fahne geschwenkt, und dann geht der Schützenzug mit dem Präses, der Königin, dem Bürgermeister oder den Kommunalvertretern, zum Fußballplatz. Der für das Schießen erforderliche Königsvogel wird in einem betonierten Kugelfang aufgestellt. Der Schiessmeister hat das Gewehr auf einem Ständer vorher schon so ausgerichtet, dass ale Schüsse innerhalb des Kugelfangs bleiben. Die verantwortungsvolle Aufgabe des Schiessmeisters übt seit vielen Jahren Ludwig Wittmann aus. Er wurde wegen seiner Verdienste 1977 zum Ehrenmitglied ernannt.

Mit einem Gebet und Choral, den Ehrenschüssen von Präses, Brudermeistern, Schützenkönig und -königin sowie Hauptmann und den Fähnrichen beginnt das Vogelschiessen auf dem Fußballplatz. Gehen noch unverheiratete ehemalige Könige mit im Schützenzug, dürfen auch sie einen Ehrenschuss abgeben. Sollte der Vogel bei den Ehrenschüssen schon fallen, wird er wieder aufgesetzt. Die Kandidaten beginnen dann in einer vorher festgelegten Reihenfolge das Schiessen. Um die Jahrhundertwende wurde die Reihenfolge ausgelost, heute nicht mehr, weil wohl die Anzahl der Schützen kleiner geworden ist. Wer den letzten Teil des Vogel von der Stange herunterholt, ist Schützenkönig. Er benennt seine Königin und seine Begleiter. Das alles geschieht noch auf dem Schießstand, wo auch durch Böllern den Bürgern der Königsschuss angezeigt wird.

Am Nachmittag holen die Junggesellen mit blumengeschmückten Gewehren den amtierenden alten König ab und marschieren zum Schulhof, früher zum Marktplatz, wo sich die dort versammelten ehemaligen Könige mit dem Präses, den Ehrenmitgliedern sowie den Ehrengästen und dem neuen Schützenkönig in den Zug einreihen. Der neue König trägt seit alters her einen Zylinder, der mit einem Lorbeerkranz geschmückt ist. Im Bürgerpark wird dann der neue Schützenkönig gekrönt. Die Musik spielt hierbei den Choral “Tochter Zion freu dich…”, und der neue König erhält vom Präses den Schilderkranz. Mit dem Fahnenschwenken zu Ehren des neuen Königs geht die Feier zu Ende.

Die ehemaligen Könige, Ehrenmitglieder und Ehrengäste gehen mit dem Schützenzug zu einem vereinbarten Treffpunkt, wo sie dann zur Parade wieder abgeholt werden. Ist unter ihnen ein 25jähriger Jubilar, sind alle bei ihm eingeladen. Der Schützenzug marschiert aber weiter zur amtierenden Königin und mit ihr zur neuen Schützenkönigin. Diese wird vor ihrem Haus gekrönt und mit Fahnenschwenken geehrt. Anschließend marschieren alle zum Jubilarkönig, dort wieder Fahnenschwenken und Abmarsch zur Königsparade auf der Adrianstrasse. Seit Jahrzehnten findet die Parade am Kirmessonntag auf dem Strassenstück zwischen Basalt- und Zipperstrasse, am Kirmesmontag zwischen Cäcilien- und Baumstrasse und am letzten Tag zwischen Zipper- und Cäcilienstrasse statt. Danach geht´s sofort in den Festsaal, wo der Königstanz den Königsball einleitet.

Die Königsparade am Kirmesmontag zieht sehr viele Zuschauer an, weil dann stets zwei Königspaare mit den Begleiterpaaren dabei sind, und die ehemaligen Schützenkönige und die Ehrenmitglieder sowie die Ehrengäste an der Parade teilnehmen. Der Schützenzug erregt aber auch oft den Unwillen der Oberkasseler, weil es zu lange dauert, bis er auf der Adrianstrasse erscheint. Der Zeitpunkt der Königsparade am Kirmesmontag ist allerdings schwer abzuschätzen, weil er von mehreren Faktoren abhängt. Es fängt damit an, ob der Vogel früh oder spät geschossen wird. Dann wird die bei dem alten und neuen König und deren Königinnen vorgesehene Zeit oft überschritten. Letztlich liegt es auch am Brudermeister und dem Hauptmann, ob nach kurzer Rast der Schützenzug wieder zum Raustreten aufgefordert wird. Wenn dann auch noch ein Jubilarkönig abzuholen ist, kann die Dämmerung schon anbrechen, ehe der Schützenzug auf der Adrianstrasse ankommt.

Der Kirmesdienstag beginnt für die Junggesellen erst mit dem Schützenzug am Nachmittag. Zuerst geht man zu einem Umtrunk zum alten König. Der neue König bewirtet ebenfalls die Junggesellen. Selbstverständlich wird beiden bei diesem Besuch die Fahne geschwenkt. Auch Freunde und Gönner werden noch mit Fahnenschwenken geehrt, wie auch die beiden Königinnen, die zur Schlussparade abgeholt werden. Der Schlussball beendet dann diesen Tag. Am Kirmesdienstag erhält die Bruderschaft dann auch Besuch aus Ober- und Niederdollendorf sowie Königswinter. Sie kommen fast immer mit ihrem Vorstand und dem amtierenden Königspaar und verschönern das Fest. Zum Kirmesdienstag ist noch anzumerken, dass morgens ein Festkommers stattfindet, wenn ein 50jähriges oder noch höheres Jubiläum eines Schützenkönigs vorliegt. Dabei werden der Jubilar und verdiente Mitglieder geehrt. Nachmittags gehen mit dem Schützenzug dann auch inaktive Mitglieder mit einem Zugoffizier, einem Fähnrich und eigener Musik, der sogenannte dritte Zug.

Der Mittwoch bildet mit dem Einholen der Vogelstange und dem Verbrennen des Kirmeskerls, der meist bei dem alten König hergestellt wird, den Abschluss der Oberkasseler Kirmes.

Das Tambourcorps Grün-Weiß Oberkassel

Der Oberkasseler Schützenzug ist heute ohne das Tambour-Corps Grün-Weiss Ober-kassel nicht mehr denkbar. Nach dem 2. Weltkrieg hatte die Bruder-schaft, außer der bestellten Blasmusik, nur 4 sogenannte “Knöppelchesjonge”, die mit dem Schützenzug gingen und auch die Ständchen spielten. Am 1.9.1950 beschlossen in der Gaststätte zur Sennhütte, Hermann Scheidt, Josef Mittler, Peter Sand, Rolf Welter und Peter Wimmeroth, einen selbstständigen Spielmannszug zu gründen. Seitdem entwickelte sich dieser Verein zu einem angesehenen Tambour-Corps, welches das Jahr über gefragt ist. An den Karnevalstagen kann man sie bei den Bonner Stadtsoldaten antreffen, aber auch bei Musikfesten sind sie gefragt. Wie man der Vereinsschrift von 1985 entnehmen kann, hat man bis zu diesem Zeitpunkt über 180 erste Preise erzielt, 70 mal den zweiten Rang und 40 mal den dritten Rang belegt. Eine stolze Bilanz. Im Tambour-Corps befinden sich mehrere Mitglieder, die bei der Bruderschaft die Königswürde erzielten.

Diese Chronik wurde erstellt anlässlich des 200jährigen Jubiläums der Bruderschaft. Es wäre ein Versäumnis zu Beginn des Jubiläumsjahres 1994, würde man nicht auf die Festveranstaltung an Pfingsten dieses Jahres hinweisen. Aus dem Nachfolgenden Festprogramm sind die Veranstaltungen anlässlich des Jubiläums ersichtlich. Die Bruderschaft hofft auch hier auf die rege Teilnahme der ganzen Bevölkerung. Die Chronik soll auch dazu beitragen, dass das schöne Heimatfest auch künftig in alter Tradition in Oberkassel gefeiert wird.


Festprogramm
der
Jesus Maria Josef Junggesellen-Schützenbruderschaft
Bonn-Oberkassel 1794 e. V.
an Pfingsten 199

21. Mai 1994 – Pfingstsamstag
15.00 Uhr
Antreten der Bruderschaft zum Aufsetzten der Vogelstange, anschl. Sternmarsch der Tambourcorps aus Oberkassel, Heisterbacherroth, Siegburg-Wolsdorf und Wesseling-Urfeld durch den Ort

19.00 Uhr
Festkommers mit anschließendem Tanz in der Rheinhalle für geladenen Gäste

22. Mai 1994 – Pfingstsonntag
Festhochamt für die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft. Weihe der neuen Schwenkfahne durch den Weihbischof Norbert Trelle. Anschließend Gefallenenehrung am Ehrenmal

11.00 Uhr
Vogelschießen der ehemaligen Schützenkönige auf dem Fußballplatz in Oberkassel.
Aus Anlaß des 200jährigen Bestehens der Bruderschaft wird ein Jubilarkönig ermittelt

14.30 Uhr
Antreten aller Festzugteilnehmer auf dem Schulhof der Grundschule. Am Festzug durch Oberkassel nehmen sechs Bruderschaften und vier Tambourcorps bzw. Kapellen teil.

15.30 Uhr
Krönung des neuen Jubilarkönigs und Übergabe der Neuen Schwenkfahne, anschl. Festzug durch Oberkassel.

18.00 Uhr
Parade des Festzuges auf der Königswinterer Straße zwischen Alsstraße und Jakobstraße.

20.00 Uhr
Königs- und Maiball in der Rheinhalle mit Ehrung des Maikönigspaares. Eintritt frei.


Das Schützenkönigspaar 1993/94 mit Begleitern.
Von links: Sylke Naumann, Günter Luge, Markus Schneider, Tanja Schneider, Dietmar Warmsbach