{"id":1412,"date":"2019-02-21T09:49:34","date_gmt":"2019-02-21T07:49:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jmj-online.de\/?page_id=1412"},"modified":"2019-02-21T09:49:35","modified_gmt":"2019-02-21T07:49:35","slug":"kapitel-8-das-175jahrige-jubilaum-und-andere-aktivitaten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jmj-online.de\/?page_id=1412","title":{"rendered":"Kapitel 8: Das 175j\u00e4hrige Jubil\u00e4um und andere Aktivit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1960 &#8211; 1979<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Vorstand der Bruderschaft unter der Leitung des 1. Brudermeisters Hans-Theo Alfter hatte bereits im Jahr 1959 beschlossen, eine neue Schwenkfahne anzuschaffen. Die Fahne wurde dann am 8. Mai 1960 von Pastor Rosauer geweiht. Sie zeigt das Bild der heiligen Familie, nach der die Bruderschaft benannt ist. Darunter befindet sich der Leitspruch der Sch\u00fctzenbr\u00fcder: &#8222;F\u00fcr Glaube Sitte und Heimat&#8220;. Das Fahnenweihfest war verbunden mit dem Maiball, bei dem das Maik\u00f6nigspaar des Jahres 1960, Rolf Bergmann und Resi Kurth, geehrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"628\" height=\"662\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-64_-fahne.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1413\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-64_-fahne.jpg 628w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-64_-fahne-285x300.jpg 285w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><figcaption> <em>Die Schwenkfahne aus dem Jahr 1960<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 7. August 1960 feierte der Pr\u00e4ses, Pfarrer Bernhard Rosauer, sein 40j\u00e4hriges Priesterjubil\u00e4um. An dem Festhochamt und dem Festakt im Vereinshaus nahmen die Chargierten in Uniform teil. Bei der Kirmes im gleichen Monat hatte die Bruderschaft gleich zwei Jubil\u00e4en zu feiern, n\u00e4mlich das goldene von Christian Groll und das silberne von Heinrich Ko\u00dfmann. Die Jubilare wurden wie \u00fcblich mit einem Festakt im Vereinshaus geehrt. Das Jahr 1960 zeigt aber noch weitere Aktivit\u00e4ten der Bruderschaft auf: Am 19.9. gratulierte der Vorstand dem Ehrenmitglied Theo Trommeschl\u00e4ger und dessen Frau zur silbernen Hochzeit, am 24.9. Teilnahme an den Festlichkeiten anl\u00e4sslich des 80j\u00e4hrigen Bestehens des Ernst-Kalkuhl-Gymnasiums, am 25.9. nahmen die Chargierten an dem Bundessch\u00fctzentreffen in Bad Godesberg teil, am 26.9. war die Bruderschaft mit einer Abordnung bei der Nachbarbruderschaft in Niederdollendorf zur Kirmes eingeladen und am 13.11.1960 legte sie am Ehrenmal in Oberkassel anl\u00e4sslich des Volkstrauertages einen Kranz nieder. Damit war aber das Halbjahresprogramm nicht ersch\u00f6pft, denn am 17.11.1960 fand eine Besprechung statt, die den Karneval im n\u00e4chsten Jahr zum Thema hatte. Tats\u00e4chlich wurde dann auch im kommenden Jahr eine Karnevalssitzung durchgef\u00fchrt, bei der die Junggesellen den Elferrat stellten. Der Erl\u00f6s dieser Rosenmontagssitzung wurde f\u00fcr die Beschaffung neuer St\u00fchle f\u00fcr das katholische Pfarrheim gespendet. Auch die Einnahmen der Rosenmontagsveranstaltung 1962 sind f\u00fcr einen guten Zweck, n\u00e4mlich f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Sturmflutgesch\u00e4digten in Hamburg, gespendet worden. Der karitative Gedanke kam auch am &#8222;Tag der guten Tat&#8220; 1965 zum Ausdruck. Die Bruderschaft half durch ihre Teilnahme mit, einen Fonds f\u00fcr \u00e4ltere Mitb\u00fcrger zu schaffen, um diesen in Notf\u00e4llen helfen zu k\u00f6nnen. Am 11.12.1960 fand die Halbjahresversammlung der Bruderschaft statt. Wie man sieht, war das Jahr 1960 voller Termine. Die Bruderschaft hatte zu dieser Zeit 83 aktive und 81 inaktive (verheiratete) Mitglieder.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der vorgenannten Aktivit\u00e4ten der Bruderschaft stellt man Mitte bis Ende der sechziger Jahre fest, dass die Beteiligung an den traditionellen Veranstaltungen von Seiten der Junggesellen nachlie\u00df. Eine gewisse Interessenlosigkeit war zu versp\u00fcren. Es gab viele Dinge, wie Tanzvergn\u00fcgen und Motorisierung, die den Jugendlichen wichtiger waren als die Tradition ihrer V\u00e4ter. Dies war Anlass f\u00fcr den Vorstand, im Jahre 1964 in der Oberkasseler Zeitung und der Bonner Rundschau in einem Artikel die Junggesellen wieder zum aktiven Mitmachen aufzurufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Herbst 1965 ging Pfarrer Rosauer in den Ruhestand. Er war 1943 nach Oberkassel gekommen und ist somit \u00fcber 20 Jahre Pr\u00e4ses der Bruderschaft gewesen. Nach dem 2. Weltkrieg hat er mit seinem Beistand der Bruderschaft f\u00fcr ihren Neuanfang sehr geholfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"627\" height=\"669\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-fahne.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1414\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-fahne.jpg 627w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-fahne-281x300.jpg 281w\" sizes=\"(max-width: 627px) 100vw, 627px\" \/><figcaption> <em>Die Schwenkfahne aus dem Jahr 1966<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am Familiensonntag 1966 wurde Pfarrer Josef Bolten neuer Pr\u00e4ses der Bruderschaft. Er war ein Mann, der dem \u00f6komenischen Gedanken sehr aufgeschlossen war. Ihm verdankt die Bruderschaft auch das Motiv mit den Abbildungen der katholischen und alten evangelischen Kirche auf einer Fahne. Diese Schwenkfahne wurde am 22. Mai 1966 in der Kirche von Kaplan Lang geweiht. Es war seine letzte Amtshandlung in Oberkassel, denn er wurde als Religionslehrer nach Mettmann versetzt. Pfarrer Josef Bolten verstarb im September 1967 ganz pl\u00f6tzlich im Alter von 57 Jahren. Die ganze Gemeinde war ersch\u00fcttert, auch Pfarrer Kroh von der evangelischen Gemeinde brachte am Grab das Mitgef\u00fchl der evangelischen Gemeinde \u00fcber den Verlust des Priesters zum Ausdruck. Die Bruderschaft hielt am Sarg die Ehrenwache, und die ehemaligen K\u00f6nige trugen den Sarg zur Grabst\u00e4tte auf dem Friedhof in Oberkassel.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Nachfolger von Pfarrer Josef Bolten kam Elmar Wiegelmann als neuer Pfarrer nach Oberkassel. Er wurde bei der Generalversammlung der Bruderschaft am 3.3.1968 durch den Brudermeister Dieter Wittmann als Pr\u00e4ses eingef\u00fchrt. Bei der Kirmes im August 1968 lernte er die Tradition der Bruderschaft kennen. Die Pfarrgemeinde feierte damals zum ersten mal eine Messe auf dem Schulhof noch vor der alten Volksschule. Wegen des angewachsenen Stra\u00dfenverkehrs war die traditionelle Kirmesprozession durch den Ort nicht mehr ungest\u00f6rt m\u00f6glich. Der Wegfall dieser alten Tradition wurde von vielen B\u00fcrgern bedauert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"563\" height=\"841\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-wittmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1415\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-wittmann.jpg 563w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-65_-wittmann-201x300.jpg 201w\" sizes=\"(max-width: 563px) 100vw, 563px\" \/><figcaption> <em>Brudermeister Dieter Wittmann nach seinem K\u00f6nigsschu\u00df 1968<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Familienfest am 5.1.1969 begann das Festjahr des 175j\u00e4hrigen bestehens der Bruderschaft. Der Pr\u00e4ses feierte das Festhochamt mit der Bruderschaft und der Gemeinde. Nach dem Hochamt trafen sich die Mitglieder bei einem Fr\u00fchst\u00fcck und Fr\u00fcschoppen. Nachmittags konnten sich die Oberkasseler B\u00fcrger in einer Ausstellung im Pfarrheim durch alte Bilder, Bruderschaftsb\u00fccher, Chroniken und Fahnen einen Einblick in die Geschichte der Bruderschaft verschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend bei der Festfeier begr\u00fc\u00dfte der Brudermeister Dieter Wittmann viele Ehreng\u00e4ste. Nach dem Totengedenken hielt Ehrenmitglied Willi Marner eine Festansprache, die viel Beifall fand. H\u00f6hepunkt bei dieser Feier waren zahlreiche Ehrungen. Bundes-Jungsch\u00fctzenk\u00f6nig Beu \u00fcberreichte dem \u00e4ltesten Sch\u00fctzenk\u00f6nig Nikolaus Werner im Auftrag des Zentralverbandes der historischen Deutschen Sch\u00fctzenbruderschaften den Hohen Bruderschaftsorden. Ehrenschiessmeister Wilhelm Wimmeroth und Ehrenmitglied Theo Trommeschl\u00e4ger wurden mit dem Silbernen Verdienstkreuz ausgezeichnet, und f\u00fcr ihre Verdienste um die Bruderschaft erhielten Heinz Willmeroth, Peter Bous und Kurt Robens die F\u00fcrst-Salm-Reifferscheidt-Medaille. Anschlie\u00dfend wurde bis drei Uhr getanzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00e4u\u00dfere Feier des 175j\u00e4hrigen Bestehens der Bruderschaft, welche auch zugleich das 150j\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Sch\u00fctzen bedeutet, fand am 11. Mai 1969 statt. Man hatte diesen Festtag entsprechend der Tradition an Kirmes ausgestaltet. Der Ablauf soll hier etwas ausf\u00fchrlicher geschildert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"619\" height=\"409\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-66_-wittmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1416\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-66_-wittmann.jpg 619w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-66_-wittmann-300x198.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 619px) 100vw, 619px\" \/><figcaption> <em>Verleihung des Verdienstkreuzes an\u00a0Theo Trommeschl\u00e4ger und Wilhelm Wimmeroth, 1969<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Samstag abend wurde die Vogelstange, damals noch auf der Halde am Steinbruch Peter Uhrmacher, aufgestellt. Das Tambour-Corps spielte die \u00fcbliche St\u00e4ndchen. Die Junggesellen trafen sich zu eienr gem\u00fctlichen Runde in der Gastst\u00e4tte K\u00fcnster in der Kirchstrasse (heute Kastellstrasse). Sonntags morgens wurden die Oberkasseler B\u00fcrger durch B\u00f6llersch\u00fcsse geweckt. Die Bruderschaft versammelte sich mit den ehemaligen K\u00f6nigen und Ehrenmitgliedern zum Kirchgang. Nach dem Festhochamt, das der Pr\u00e4ses und die Gemeinde gemeinsam gefeiert hatten, ging der Sch\u00fctzenzug zur Gefallenenehrung auf den Marktplatz. Die ehemaligen K\u00f6nige wurden dann zum Steinbruch Uhrmacher geleitet, wo sie traditionsgem\u00e4\u00df auf den Jubil\u00e4umsvogel schossen. Es waren 31 K\u00f6nige, die sich darauf geeinigt hatten, in der Reihenfolge ihres K\u00f6nigsjahres zu schiessen. Der Pr\u00e4ses begann mit einem Ehrenschuss. Den Kopf des Vogels schoss Heinz Lenz, die beiden Fl\u00fcgel Klaus Obliers und den Schweif Franz Everhartz herunter. Nach z\u00e4hem Ringen traf Josef Commans das letzte St\u00fcck des Rumpfes und wurde damit Jubilark\u00f6nig.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachmittags traten die Junggesellen, die ehemaligen K\u00f6nige und ein Zug inaktiver Mitglieder auf dem Marktplatz an. Es wurden abgeholt der Sch\u00fctzenk\u00f6nig und Brudermeister Dieter Wittmann, die Sch\u00fctzenk\u00f6nigin Monika M\u00fcller, der Maik\u00f6nig Bernd K\u00e4ufer und die Maik\u00f6nigin Gisela Falkenstein, au\u00dferdem der B\u00fcrgermeister, der Amtsdirektor und der Gemeinderat von Oberkassel. Es war \u00fcbrigens das letzte Mal, dass bei einem Fest in der Geminde der B\u00fcrgermeister mit den Gemeindevertretern mitmachte, denn nach der kommunalen Neuordnung geh\u00f6rte Oberkassel ab 1.8.1969 als Ortsteil zur Stadt Bonn. Jubilark\u00f6nig Josef Commans hat diese f\u00fcr Oberkassel so wichtige Neuerung und die erste Landung des Menschen auf dem Mond auf seinem Jubilarschild eingravieren lassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"395\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-schuetzenzug.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1417\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-schuetzenzug.jpg 624w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-schuetzenzug-300x190.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><figcaption> <em>Der Festzug mit dem Jubilark\u00f6nig Josef Commans und Frau Margarethe Holtorf, 1969<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Festzug begab sich zum Hause von Josef Commans, der zu einem Umtrunk geladen hatte. Nach der Kr\u00f6nung des Jubilark\u00f6nigs Commans, der durch Fahnenschwenken geehrt wurde, ging der Festzug zur Wilhelmstrasse (heute Adrianstrasse). Auf diesem Weg ehrte man auch Frau Margarete Holtorf durch Fahnenschwenken. Sie war vor 50 Jahren K\u00f6nigin der Bruderschaft gewesen. Viele Zuschauer hatten sich auf der Wilhelmstrasse eingefunden, um die traditionelle Parade zu sehen. Der Festball im Pfarrheim bildete den Abschluss, bei dem auch das vorerw\u00e4hnte Maik\u00f6nigspaar gekr\u00f6nt und geehrt wurde. Nachzutragen ist noch, dass der Maik\u00f6nig sich beim F\u00e4llen des Maibaumes mit dem Beil in den Fu\u00df schlug und in das Unfallkrankenhaus nach K\u00f6nigswinter gebracht werden musste. Zum Maiball konnte er aber wieder dabei sein, wenn auch nicht tanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirmes im Jahre 1969 wurde nach alter Tradition durchgef\u00fchrt. Die ersten Zuschauer gingen am Kirmesmontag bereits zur K\u00f6nigskr\u00f6nung, als der K\u00f6nig noch gar nicht ermittelt war. Erst gegen 15.00 Uhr wurde der K\u00f6nigsvogel von Manfred Thelen heruntergeschossen. Seine K\u00f6nigin war Margret Weinstock. Die Begleiterpaare waren Peter Weinstock\/Anneliese Ehl und Ludwig Wierich\/Stefani Prinzessin zur Lippe. Der Abschluss dieser Kirmes war wieder Mittwochabend, als man den Kirmeskerl in den Rhein warf. Am 5.10.1969 nahm eine Abordnung der Bruderschaft an dem Bundesk\u00f6nigsschiessen in Bad Godesberg teil. Ein gem\u00fctlicher Abend der ehemaligen K\u00f6nige am 29.11.1969 im Hotel zur Post und die Halbjahresversammlung am 19.12.1969 im Lokal Hommerich beendeten das Jubil\u00e4umsjahr 1969.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"281\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-wittmann.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1418\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-wittmann.jpg 624w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-67_-wittmann-300x135.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><figcaption> <em>Mit auf dem Schie\u00dfplatz bei der Kirmes 1969 waren der Leiter der Bezirksverwaltungsstelle Beuel Ballensiefen, der Oberstadtdirektor Hesse, B\u00fcrgermeister Schonauer und der Brudermeister Wittmann<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Blickt man auf die n\u00e4chsten 10 Jahre nach dem Jubil\u00e4um zur\u00fcck, kann man sagen, dass die Kirmesfeierlichkeiten entsprechend dem Brauchtum durchgef\u00fchrt wurden. Aber es gab auch in diesen Jahren Jubil\u00e4en, H\u00f6hepunkte und Besonderheiten, die nachfolgend erw\u00e4hnt werden sollen. Bereits nach dem geschilderten Jubil\u00e4umsjahr lag eine Einladung des Prinzen Ernst August zur Lippe nach Schloss Syburg vor, wo er jetzt wohnte. Zu dem Haus zur Lippe hatte die Bruderschaft stets ein gutes Verh\u00e4ltnis. Es war Tradition, am Kirmessonntag, nach der Gefallenenehrung, dem F\u00fcrstenhaus die Fahne zu schwenken. Man fuhr also am 26.9.1070 mit gro\u00dfer Beteiligung nach Schloss Syburg, welches in der Fr\u00e4nkischen Gemeinde Thalmannsfeld liegt. Bei Bier und Spie\u00dfbraten wurden die ersten Erinnerungen mit dem Haus zur Lippe ausgetauscht. Die \u00dcbernachtung fand, wegen der gro\u00dfen Teilnehmerzahl, in einer Scheune statt. Am morgen des n\u00e4chsten Tages erfreute man die Thalmannsfelder mit einem Festzug, Fahnenschwenken und Tanzmusik, wozu das mitgereiste Tambour-Corps aufspielte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1. Brudermeister hat in der Bruderschaft eine herausragende Stellung. Er tr\u00e4gt die Verantwortung und ist mit einem weiteren Vorstandsmitglied gemeinsam zur Vertretung der Bruderschaft berechtigt. Er wird vom 2. Brudermeister vertreten, wenn er verhindert ist, so hei\u00dft es in der jetzt g\u00fcltigen Satzung. Tats\u00e4chlich ist er der Motor der Bruderschaft, ohne den nichts l\u00e4uft. Am 19.5.1970 wurde Dieter Wittmann zum 1. Brudermeister gew\u00e4hlt und Michael Vianden zu seinem Stellvertreter. Wittmann ging mit Elan und neuen Ideen an die Vereinsarbeit heran. Nachdem er das Jubil\u00e4umsjahr gut hinter sich gebracht hatte, veranstaltete er am Jahresende 1970 zum ersten mal in der Geschichte der Bruderschaft eine Silvesterparty im Pfarrheim. Mit Darbietungen des Tanzcorps der &#8222;Kaasseler Jonge&#8220;, einigen Gesellschaftsspielen, dem Auftritt eines Magiers und Tanz war der Abend ein voller Erfolg. Diese Veranstaltung zu Silvester, die bei der Bev\u00f6lkerung viel Anklang gefunden hat, hat die Bruderschaft bis heute beibehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1970 f\u00fchrte die Bruderschaft unter der Regie von Wittmann eine weitere Neuerung ein. Anstelle des \u00fcblichen Maiballs im Saal, veranstaltete man ein &#8222;Maifest&#8220; im B\u00fcrgerpark. Man begann um 14.00 Uhr im B\u00fcrgerpark mit einem Kinderfest. F\u00fcr die Kinder gab es Spiele, wie Sackh\u00fcpfen und W\u00fcrstchenschnappen. Gegen 18.00 Uhr spielte eine Kapelle zum Tanz auf. Bierst\u00e4nde, W\u00fcrstchen- und Grillbuden vervollst\u00e4ndigten die Ausr\u00fcstung im Park. Abschlie\u00dfend konnte der Vorstand befriedigt feststellen, dass das Maifest im Park von der Bev\u00f6lkerung gut angenommen worden war und die Wiederholung im n\u00e4chsten Jahr beschlie\u00dfen. Hierbei ist es dann bis heute geblieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 4.3.1973 nahm die Bruderschaft zum ersten mal an Karneval am Oberkasseler Veedelszoch teil. Der Wagen der Bruderschaft stellte das Denkmal von Gottfried Kinkel dar und kam gut bei der Bev\u00f6lkerung an. Bei der Bewertung des Zuges bekam sie den 2. Preis. Dies spornte an, auch in den n\u00e4chsten Jahren, wenn auch mit unterschiedlicher Beteiligung, wieder den Karnevalszug mit einem Wagen oder einer Fu\u00dfgruppe zu versch\u00f6nern.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man die Jubil\u00e4en der siebziger Jahre Revue passieren l\u00e4sst, so f\u00e4llt das au\u00dfergew\u00f6hnliche Jubil\u00e4um einer K\u00f6nigin, n\u00e4mlich Frau Maria Nolden, geborene Effertz im Jahre 1971, auf. In diesem Jahr war Frau Nolden 96 Jahre alt und vor 75 Jahren, also 1896 Sch\u00fctzenk\u00f6nigin gewesen. Sie heiratete ihren Sch\u00fctzenk\u00f6nig Christian Nolden. Dieses Jubil\u00e4um freute besonders den Enkel Franz-Egon Nolden, der im Jahre 1961 Sch\u00fctzenk\u00f6nig gewesen war. Im gleichen Jahr feierte die Bruderschaft das 50j\u00e4hrige K\u00f6niginnenjubil\u00e4um von Frau Agnes Mittler, geborene Limbach. Bei den Gratulanten war hier der Neffe Bernd K\u00e4ufer, Sch\u00fctzenk\u00f6nig des Jahres 1970, dabei. In diesem jubil\u00e4umsreichen Jahr 1971 gab es nach langer Zeit, bedingt durch den 2. Weltkrieg, wieder einen Jubilar der vor 25 Jahren Sch\u00fctzenk\u00f6nig war, n\u00e4mlich Paul Mohr. In den folgenden Jahren konnte die Bruderschaft fast jedes Jahr einen silbernen Jubilark\u00f6nig ehren. Um das Jahr 1971 zu vervollst\u00e4ndigen sei erw\u00e4hnt, dass Peter Weinstock und Anneliese Ehl das K\u00f6nigspaar waren. Die Begleiterpaare hie\u00dfen Willi Oberdick\/Erika Schmitz und Michael Vukota\/Monika Schlierenkamp.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch zwei goldene Jubil\u00e4en fallen in die siebziger Jahre, n\u00e4mlich das von Nikolaus Werner und Bernhard Alfter. Gemeinsamkeit haben sie darin, da0 sie, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten, Brudermeister waren und sich Verdienste um die Bruderschaft erworben haben. Nikolaus Werner konnte anl\u00e4sslich der Kirmes 1973 sein 50. K\u00f6nigsjubil\u00e4um mit seiner Gattin Elise, geborene Brascho\u00df feiern, die auch seine Sch\u00fctzenk\u00f6nigin gewesen war. Er konnte sogar sein 60. Jubil\u00e4um bei der Kirmes 1983 feiern. 1973 wurde Franz Everhartz Jubilark\u00f6nig und 1983 war es Peter Ommert. Auch Bernhard Alfter konnte das 50. K\u00f6nigsjubil\u00e4um feiern und zwar im Jahr 1977. Manfred Thelen hie\u00df der gl\u00fcckliche Sch\u00fctze, der Jubilark\u00f6nig wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Fand in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg das K\u00f6nigsvogelschiessen noch im Steinbruch oder auch vor der Brecheranlage des Steinbruches von Peter Uhrmacher statt, so wurde dies sp\u00e4ter aus Sicherheitsgr\u00fcnden von den Beh\u00f6rden nicht mehr gestattet. Die Bruderschaft verlegte dann den Schie\u00dfstand auf den vom Oberkasseler Fu\u00dfballverein freundlicherweise \u00fcberlassenen Fu\u00dfballplatz. Die zun\u00e4chst transportable Kugelfanganlage wurde dann 1977 durch eine feststehende Kugelfanganlage aus Beton ersetzt. Hierf\u00fcr war eigens eine Baugenehmigung erforderlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1960 &#8211; 1979 Der Vorstand der Bruderschaft unter der Leitung des 1. Brudermeisters Hans-Theo Alfter hatte bereits im Jahr 1959 beschlossen, eine neue Schwenkfahne anzuschaffen. Die Fahne wurde dann am 8. Mai 1960 von Pastor Rosauer geweiht. 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