{"id":1421,"date":"2019-02-21T10:44:10","date_gmt":"2019-02-21T08:44:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.jmj-online.de\/?page_id=1421"},"modified":"2019-02-21T10:44:11","modified_gmt":"2019-02-21T08:44:11","slug":"kapitel-9-die-bruderschaft-in-der-heutigen-zeit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jmj-online.de\/?page_id=1421","title":{"rendered":"Kapitel 9: Die Bruderschaft in der heutigen Zeit"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">1980 &#8211; 1993<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"784\" height=\"942\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-70_-sistermans.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1422\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-70_-sistermans.jpg 784w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-70_-sistermans-250x300.jpg 250w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-70_-sistermans-768x923.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 784px) 100vw, 784px\" \/><figcaption> <em>Pfarrer Hendrik Sistermans<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nachfolger von Elmar Wiegelmann wurde im Sommer 1980 Hendrik Sistermans. Er wurde 1919 in Holland geboren und kam vom Orden der Herz-Jesu-Priester, die in Oberkassel ihr Provinzialhaus haben. Sistermans war 18 Jahre in Brasilien t\u00e4tig. Er wurde am 10.8.1980 in seine neue Gemeinde eingef\u00fchrt. Als Pr\u00e4ses interessierten ihn nat\u00fcrlich Sinn und Zweck der Bruderschaft sehr. Er war erst kurz in Oberkassel, da nahm er an der Kirmes 1980 an drei Tagen am Sch\u00fctzenzug teil und hatte sich damit gleich Sympathien bei den Oberkasselern erworben. Das Brauchtum der Bruderschaft konnte er miterleben, und er wurde sofort in das Geschehen rund um die Kirmes eingebunden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Regeln (heute Satzung) waren bereits von Pfarrer Wilhelm Reuff im Jahre 1857 neu gefasst worden. Bis 1980 wurde die Satzung dann immer wieder durch Zus\u00e4tze und Protokollnotizen erg\u00e4nzt. Unter Pfarrer Conrad Schmitz wurden die Regeln gleich dreimal abge\u00e4ndert und zwar am 20.3.1920, am 13.1.1924 und am 13.12.1925. In der letztgenannten \u00c4nderung wurden auch viele Regelungen \u00fcbernommen, welche die Gestaltung der Kirmes betrafen, z.B. wer in der Prozession den Baldachin zu tragen hat, in welcher Reihenfolge die Ehrensch\u00fcsse abzugeben sind und wie der Kirmesdienstag abl\u00e4uft. Der Vorteil hierbei war, dass das alte Brauchtum schriftlich festgehalten wurde. Dies musste aber nicht unbedingt in der Satzung verankert werden. Den letzten Ausschlag f\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung der Satzung gab aber auch die Forderung der Finanzbeh\u00f6rde, klare Bestimmungen \u00fcber die Gemeinn\u00fctzigkeit der Bruderschaft in der Satzung festzulegen. Der Vorstand beschloss daher, einen Ausschuss zu bilden, der der Satzung eine moderne Form geben sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dem Ausschuss zur Satzungsneufassung geh\u00f6rten der Pr\u00e4ses Hendrik Sistermans, der Brudermeister Eugen Rosbach, einige Vorstandsmitglieder, sowie ehemalige K\u00f6nige und Ehrenmitglieder an. Satzung und Regelungen \u00fcber die Kirmes waren bisher zusammengefasst worden. Man kl\u00e4rte zun\u00e4chst, was nur zur Satzung geh\u00f6rt. Dabei wurden die Texte so verfasst, wie es sinngem\u00e4\u00df das BGB (B\u00fcrgerliches Gesetzbuch) f\u00fcr Vereine vorschreibt. In der Satzung sind daher nur noch die Grundlagen der Bruderschaft, wie Name und Sitz, der Bruderschaftszweck, die Mitgliedschaft mit den Rechten und Pflichten, die Organe, die Versammlungen von Vorstand und Mitgliedern sowie die Aufl\u00f6sung der Bruderschaft festgeschrieben. Zum Bruderschaftszweck ist zu vermerken, dass nach der Satzung die F\u00f6rderung des religi\u00f6sen und kirchlichen Lebens und der Bruderschaftsgedanke nach wie vor an erster Stelle stehen. Die Pflege des alten Brauchtums steht an vorletzter Stelle des Katalogs. Die Aus\u00fcbung des Schie\u00dfsports ist in der Satzung als letztes enthalten.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Satzung steht nichts \u00fcber die \u00f6ffentlichen Veranstaltungen und deren Ablauf. Hierf\u00fcr wurden eigens die Regeln aufgestellt. Sie erg\u00e4nzen die Satzung. In den einzelnen Abschnitten steht fast alles \u00fcber den Jahresablauf im Vereinsleben der Bruderschaft. Ausf\u00fchrlich sind die Aufgaben der Organe der Bruderschaft und der Ablauf des Sch\u00fctzenfestes beschrieben, beginnend am Kirmessamstag mit dem Aufstellen der Vogelstange bis Mittwoch, an dem der Kirmeskerls beerdigt wird. Weitere Abschnitte behandeln die Jubil\u00e4en, die Aufstellung des Sch\u00fctzenzuges, die Reihenfolge beim K\u00f6nigstanz, die Uniformordnung, den Schilderkranz und die kirchlichen Verpflichtungen. Richtig war es, in den Regeln manches festzuschreiben, was bisher nur durch m\u00fcndliche \u00dcberlieferung bekannt war. Der Satzungsausschuss kam unter Vorsitz von Pfarrer Sistermans bis Ende 1982 \u00f6fters zusammen, so dass die Mitgliederversammlung am 25. M\u00e4rz 1983 die Neufassung diskutieren konnten. Die Mitglieder waren im Prinzip mit der neuen Satzung und Regeln einverstanden, nachdem der Brudermeister diese vorgetragen und erl\u00e4utert hatte. Es wurden einige Text\u00e4nderungen vorgeschlagen und beschlossen. Auch wurde der \u00f6kumenische Gedanke in \u00a76 der Satzung ber\u00fccksichtigt. Es hei\u00dft jetzt: &#8222;Mitglied kann jeder Oberkasseler Junggeselle werden, der das 16. Lebensjahr vollendet hat, einer christlichen Religion angeh\u00f6rt und sich zur Satzung und den Regeln der Bruderschaft bekennt und verpflichtet&#8220;. Es war zwar schon nach Kriegsende stillschweigend geduldet, aber nicht in der Satzung verankert, dass evangelische Junggesellen mit im Sch\u00fctzenzug marschierten und auch Chargiertenposten \u00fcbernahmen. Eine heftige Diskussion entstand \u00fcber die Frage, wer um die K\u00f6nigsw\u00fcrde schie\u00dfen darf. Nach langer Debatte einigte man sich auf die Formulierung: Die Bewerbung um die K\u00f6nigsw\u00fcrde ist mit dem Bruderschaftszweck nur dann vereinbar, wenn der Bewerber die F\u00f6rderung der christlichen Werte und Kultur im privaten und \u00f6ffentlichen Leben bezweckt.&#8220; Die anderen Bestimmungen f\u00fcr den Bewerber, also dass er das 21. Lebensjahr vollendet haben und mindestens ein Jahr Mitglied der Bruderschaft sein muss, waren nicht strittig. Nach Unterschriftsleistung durch den Vorstand, den Vorstand der ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige und den Satzungsausschuss waren Satzung und Regeln beschlossen. Sie wurden allerdings am 30.4.1984 nochmals geringf\u00fcgig in zwei Punkten ge\u00e4ndert, um dann ins Vereinsregister eingetragen zu werden. Diese letzte Fassung trat am 26.6.1984 in Kraft. Die Satzung und die Regeln sind im Anhang zur Chronik abgedruckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"991\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-71_-chargierte-1280x991.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1423\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-71_-chargierte-1280x991.jpg 1280w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-71_-chargierte-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-71_-chargierte-768x595.jpg 768w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-71_-chargierte.jpg 1285w\" sizes=\"(max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><figcaption> <em>Die Chargierten der Bruderschaft vor dem Lippeschen Palais, 1983<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Gestaltung der Kirmes nimmt verst\u00e4ndlicherweise einen breiten Raum im Jahresablauf der Bruderschaft ein. Aber auch \u00fcber andere Ereignisse in der Zeit von 1980 bis heute ist zu berichten. Pfarrer Sistermans hatte die Mitglieder der Bruderschaft bereits 1980 eingeladen, an der Pfarrprozession nach Ahrweiler teilzunehmen. Diese Wallfahrt geht auf ein Gel\u00f6bnis zur\u00fcck, dass die Oberkasseler um 1700 gemacht haben, als die Menschen hier durch schlimme Krankheiten (Pest) und Hungersnot viel zu leiden hatten. Seit 1980 gehen die Mitglieder der Bruderschaft mit nach Ahrweiler. Dies ist in den Regeln auch festgelegt, genau so wie die Teilnahme an den Betstunden beim Ewigen Gebet. Die Beteiligung an der Fronleichnamsprozession ist selbstverst\u00e4ndlich und ebenfalls in den Regeln festgeschrieben. Allj\u00e4hrlich wird mit den Bruderschaften aus Ober- und Niederdollendorf sowie K\u00f6nigswinter ein Einkehrtag gehalten. Er findet im Herbst abwechselnd in einem der genannten Orte statt. Erg\u00e4nzend zu diesen religi\u00f6sen Veranstaltungen ist zu vermerken, dass die Vorabendmesse an jedem ersten Samstag im Monat f\u00fcr die Anliegen der Bruderschaft gefeiert wird. Es ist ein besonderes Ereignis, wenn ein Neupriester aus der Gemeinde seine Primiz feiert. Das Mitglied der Bruderschaft Axel Werner feierte am 10.6.1990 dieses f\u00fcr Oberkassel seltene Fest. Der Vorstand und die Chargierten mit den Fahnen der Bruderschaft waren mit dabei, als er zu Hause abgeholt und zur Kirche geleitet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im M\u00e4rz 1981 wurde eine religi\u00f6se Gespr\u00e4chsstunde mit dem Theologen Leo Engels gehalten. Diese wurde dann am 20.3.1982 mit dem Thema &#8222;Kann man ohne Kirche religi\u00f6s sein?&#8220; fortgesetzt. Bei der Pfarrgemeinderatswahl am 7.8.1981 hatten sich vier Mitglieder der Bruderschaft zur Wahl gestellt. Gew\u00e4hlt wurden Peter Dirkmann, Eugen Rosbach und Theo Neunkirchen. Von den ehemaligen aktiven Mitgliedern befinden sich heute im Kirchenvorstand Bernd K\u00e4ufer, Manfred Krahe und Eugen Rosbach. Im Pfarrgemeinderat sind heute Norbert Haletzki und Nobert Schwarz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"624\" height=\"479\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-72_-fussball.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1424\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-72_-fussball.jpg 624w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-72_-fussball-300x230.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 624px) 100vw, 624px\" \/><figcaption> <em>Fu\u00dfballmannschaft der Bruderschaft, 1982<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Am 19.9.1981 wurde erstmals eine Autorallye durchgef\u00fchrt. Hierbei mussten die Teilnehmer bestimmte Punkte anfahren und gezielte Fragen aus dem Leben der Bruderschaft beantworten. Sie wird auch heute noch als Fahrrad- oder Fu\u00dfg\u00e4ngerrallye j\u00e4hrlich mit den Bruderschaften Ober- und Niederdollendorf und K\u00f6nigswinter gemeinsam durchgef\u00fchrt. Auf dem sportlichen Sektor war man auch aktiv, als die Jungsozialisten f\u00fcr alle Oberkasseler Vereine ein Fu\u00dfballturnier ausschrieben. Bei diesem vom 15. bis 17.7.1982 ausgerichteten Turnier konnte man den 1. Platz erringen und den Pokal in Empfang nehmen. Ein Zweikampf mit dem Tambourcorps wird seit vielen Jahren an Bu\u00df- und Bettag (seit der Wiedervereinigung am Tag der Deutschen Einheit) auf dem Fu\u00dfballplatz ausgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ausscheiden aus der Bruderschaft als aktives Mitglied ist unvermeidbar, wenn der Junggeselle heiratet. Dies war der Fall als der 1. Brudermeister Eugen Rosbach 1984 in den Stand der Ehe eintrat. Er wurde wegen seiner Verdienste um die Bruderschaft am 21. August 1989 zum Ehrenmitglied ernannt. Auf der Mitgliederversammlung am 16.3.1984 wurde Manfred Krahe als Nachfolger von Eugen Rosbach gew\u00e4hlt. Er \u00fcbte das Amt sieben Jahre zum Wohl der Bruderschaft bis zum Jahr 1991 aus und \u00fcbergab dann wegen Verheiratung an Ulrich Volkmer, den heutigen Brudermeister. Eine Aufz\u00e4hlung aller Brudermeister findet sich im Anhang zur Chronik. Bis etwa 1900 wurden die Brudermeister j\u00e4hrlich durch einanderes Mitglied ersetzt. Dieser j\u00e4hrliche Wechsel ist heute nicht mehr denkbar, weil die Erfahrung mit dem Geschehen an Kirmes vorhanden und die Arbeit an der Spitze der Bruderschaft kontinuierlich sein m\u00fcssen. Die Dauer der T\u00e4tigkeit als Brudermeister betrug nach dem II. Weltkrieg zwei bis sieben Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Heimatverein Bonn-Oberkassel, der in seiner Satzung auch die F\u00f6rderung des heimischen Brauchtums festgeschrieben hat, hatte 1984 als Jahresausgabe an seine Mitglieder eine Schrift herausgegeben mit dem Titel: &#8222;Die K\u00f6nigsschilder der J.M.J. Junggesellen-Sch\u00fctzenbruderschaft 1794&#8220;. Die 175 Seiten umfassende Schrift enth\u00e4lt interessante Einzelheiten \u00fcber das K\u00f6nigsvogelschiessen und die K\u00f6nigsschilder. Insgesamt sind 126 K\u00f6nigsschilder, 23 Jubil\u00e4umsschilder und 1 Ehrenschild mit dem Ein-verst\u00e4ndnis der Bruderschaft abgebildet. Die Schrift ist auch heute noch ein wichtiges Nachschlagewerk.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"621\" height=\"498\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-73_-hey.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1425\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-73_-hey.jpg 621w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-73_-hey-300x241.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 621px) 100vw, 621px\" \/><figcaption> <em>Der Vorsitzende des Heimatvereins Willi Hey \u00fcbergibt dem Brudermeister Manfred Krahe im Beisein des Sch\u00fctzenk\u00f6nigs Norbert Haletzki das 1. Exemplar der Schrift \u00fcber die K\u00f6nigsschilder, 1985<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Helfende H\u00e4nde werden auch in der Bruderschaft immer gebraucht. Seit einigen Jahren hat sie die Bewirtung im Pfarrheim anl\u00e4sslich der Kirmes selbst \u00fcbernommen. Hierzu wird eine Helfertruppe von 28 Personen ben\u00f6tigt. Dies sind meist inaktive Mitglieder oder Familienangeh\u00f6rige von Bruderschaftsmitgliedern. Vor einigen Jahren mussten die Holzgewehr-Atrappen f\u00fcr den Sch\u00fctzenzug erneuert werden. Auch hier waren es zwei Oberkasseler Familien, welche die Arbeit kostenlos \u00fcbernahmen. Die transportable Tanzfl\u00e4che und die Verkaufsbude f\u00fcr das Maifest wurden ebenfalls in Eigenregie erstellt. 1993 musste ein Zaun entlang der Bundesbahn gezogen werden, weil die Kinder gef\u00e4hrdet waren die die Rheinhalle verlie\u00dfen. Der Verband der Ortsvereine besorgte das Material und die Junggesellen leisteten die Arbeit. Der Vorsitzende des Ortsverbandes, Jupp Gassen, sagte einmal: &#8222;Wenn man die Junggesellen ruft, sind sie da!&#8220; Man k\u00f6nnte noch manches auff\u00fchren, was hier zum Wohle der Allgemeinheit getan wurde. Dies entspricht aber auch dem Bruderschaftsgedanken, n\u00e4mlich dem n\u00e4chsten zu helfen. Gerade in der heutigen Zeit ist dies notwendig, weil viele Menschen allein sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Junggesellen sind allerdings auch keine Heiligen. Das waren sie fr\u00fcher und sind sie auch heute nicht. Es kommt daher vor, dass sie \u00fcber die Str\u00e4nge schlagen oder sich nicht an die vorgegebene Ordnung halten. Hier hat der Brudermeister f\u00fcr Ordnung und Aufsicht zu sorgen. Es bleibt dann nicht aus, dass ein Hausverbot oder ein Ausschluss aus der Bruderschaft zu erfolgen hat. \u00dcber Letzteres entscheiden die beiden Vorst\u00e4nde. Die Gr\u00fcnde sind aus \u00a7 12 der im Anhang 7 abgedruckten Satzung zu ersehen. Es gibt aber auch St\u00f6rungen, die von au\u00dfen in die Bruderschaft in die Bruderschaft hineingetragen werden. Bei der Kirmes 1990 war es ein Mitarbeiter eines Schaustellers, der eine Schl\u00e4gerei anzettelte und mit einer Pistole Tr\u00e4nengas verspr\u00fchte. Erst mit Hilfe der Polizei konnte der Randalierer entfernt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist schon selten, dass ein ehemaliger Sch\u00fctzenk\u00f6nig sein goldenes Jubil\u00e4um feiern kann. Die Bruderschaft ist gl\u00fccklich, noch zwei K\u00f6nige in ihren Reihen zu haben, die auf dieses Jubil\u00e4um zur\u00fcckblicken k\u00f6nnen. Es sind Heinrich Ko\u00dfmann und Hermann Scheidt. Heinrich Ko\u00dfmann, jetzt 87 Jahre alt, trat mit 19 Jahren der Bruderschaft bei. Er war als Gewehrjunge, Kassierer und Schlussoffizier aktiv t\u00e4tig. Die K\u00f6nigsw\u00fcrde errang er 1935 und w\u00e4hlte seine Schwester Maria zur K\u00f6nigin. Bis 1939 war er dann noch als Feuerwerker aktives Mitglied im Sch\u00fctzenzug. Bei der Kirmes 1960 konnte er sein 25j\u00e4hriges K\u00f6nigsjubil\u00e4um begehen. Im Jahre 1985 wurde dann unter gro\u00dfer Beteiligung der Bev\u00f6lkerung das 50. Jubil\u00e4um des K\u00f6nigspaares Heinrich Ko\u00dfmann und Maria Pilger, geborene Ko\u00dfmann, gefeiert. Heinrich Ko\u00dfmann wurde f\u00fcr seine Verdienste und Treue zur Bruderschaft mit dem Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der historischen Deutschen Sch\u00fctzenbruderschaften ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"952\" height=\"651\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-74_-kaleu.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1426\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-74_-kaleu.jpg 952w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-74_-kaleu-300x205.jpg 300w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-74_-kaleu-768x525.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 952px) 100vw, 952px\" \/><figcaption> <em>Frau Gertrud Dickschen wird zum 60. K\u00f6nigsjubil\u00e4um und Heinrich Ko\u00dfmann und Maria Pilger, geb. Ko\u00dfmann\u00a0zum 50. K\u00f6nigsjubil\u00e4um geehrt<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hermann Scheidt, im Jahre 1919 geboren, errang die K\u00f6nigsw\u00fcrde im Jahre 1938. Er war damals mit 18 Jahren der j\u00fcngste Sch\u00fctzenk\u00f6nig in der Geschichte der Bruderschaft. Als K\u00f6nigin nahm er Loni Dreesbach. Hermann Scheidt musste am 1.4.1939 zum Reichsarbeitsdienst. F\u00fcr die Kirmes 1939 hatte er Urlaub beantragt, bekam diesen aber erst f\u00fcr den Kirmesdienstag. Vom Bahnhof Oberkassel wurde er direkt zum Sch\u00fctzenzug abgeholt und konnte diesen noch in Uniform mitmachen. Nach dem II. Weltkrieg war er sofort wieder dabei und wurde 1946 Hauptmann. Einige Jahre sp\u00e4ter war er einer der Mitbegr\u00fcnder des Tambourcorps Gr\u00fcn-Weiss 1950 Oberkassel. Das silberne K\u00f6nigsjubil\u00e4um feierte er 1963, das goldene konnte er mit der Bruderschaft 1988 begehen. F\u00fcr seine Treue und besonderen Verdienste wurde ihm vom Bund der historischen Deutschen Sch\u00fctzenbruderschaften der Hohe Bruderschaftsorden Verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die K\u00f6niginnen haben in den letzten Jahren einige Jubil\u00e4en zu verzeichnen. Im Jahr 1989 hatten Frau Katharina Wirges, geborene Schmitz ihr 60. und Frau \u00c4nne Hamacher, geborene Brodthuhn ihr 50. K\u00f6niginnenjubil\u00e4um. Frau Dickschen, geb. D\u00fcppen, die viele Verdienste um die Bruderschaft hat, konnte bei der Kirmes 1990 ihr 65. K\u00f6niginnenjubil\u00e4um feiern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bruderschaft will und kann ihren Mitgliedern nicht nur die Kirmes als Anziehungspunkt bieten. Auch erwarten die Junggesellen heute mehr als vor 40 Jahren. Daher bietet die Bruderschaft heute das ganze Jahr \u00fcber Veranstaltungen und vereinsinterne Ereignisse an. Der nachstehende Terminplan f\u00fcr das Jahr 1991 gibt einen \u00dcberblick \u00fcber die Aktivit\u00e4ten, wobei die Chargiertenversammlungen und die Vorstandssitzungen nicht ber\u00fccksichtigt sind.<br> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Termine 1991<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><\/h2>\n\n\n\n<table class=\"wp-block-table\"><tbody><tr><td>01.01.1991 <\/td><td>Silvesterparty <\/td><\/tr><tr><td>06.02.1991 <\/td><td>Geburtstag beim \u00e4ltesten K\u00f6nig Heinrich Ko\u00dfmann <\/td><\/tr><tr><td>15.03.1991  <\/td><td>Jahreshauptversammlung <\/td><\/tr><tr><td>06.04.1991 <\/td><td>Polterabend bei Peter Dirkmann <\/td><\/tr><tr><td>28.04.1991 <\/td><td> Schie\u00dfwettbewerb in Langenfeld <\/td><\/tr><tr><td>30.04.1991 <\/td><td>Mailehenversteigerung <\/td><\/tr><tr><td>05.05.1991 <\/td><td>K\u00f6nigsversammlung <\/td><\/tr><tr><td>09.05.1991 <\/td><td>Christi-Himmelfahrts-Wanderung <\/td><\/tr><tr><td>25.05.1991 und 26.05.1991 <\/td><td>Mai- und Kinderfest <\/td><\/tr><tr><td>30.05.1991 <\/td><td>Fronleichnamsprozession <\/td><\/tr><tr><td>21.06.1991 <\/td><td>Ausschu\u00dfsitzung f\u00fcr das Jubil\u00e4um <\/td><\/tr><tr><td>22.06.1991     <\/td><td>Chargiertentour <\/td><\/tr><tr><td>13.07.1991     <\/td><td>Polterabend bei Uli Hochgeschurz <\/td><\/tr><tr><td>28.07.1991 <\/td><td>Fu\u00dfballturnier in Niederdollendorf <\/td><\/tr><tr><td>02.08.1991     <\/td><td>Erster \u00dcbungsabend <\/td><\/tr><tr><td>09.08.1991     <\/td><td>Zweiter \u00dcbungsabend <\/td><\/tr><tr><td>11.08.1991     <\/td><td>K\u00f6nigsversammlung <\/td><\/tr><tr><td>12.08.1991     <\/td><td>Besuch der Oberdollendorfer Kirmes <\/td><\/tr><tr><td>16.08.1991     <\/td><td>Generalprobe Sch\u00fctzenzug <\/td><\/tr><tr><td>17.08.1991 bis 21.08.1991 <\/td><td>Kirmes in Oberkassel <\/td><\/tr><tr><td>23.08.1991 <\/td><td>Polterabend Bernd Backhausen <\/td><\/tr><tr><td>07.09.1991 <\/td><td>Polterabend Manfred Krahe <\/td><\/tr><tr><td>15.09.1991 <\/td><td>Ahrweilerprozession <\/td><\/tr><tr><td>30.09.1991     <\/td><td>Besuch der Niederdollendorfer Kirmes <\/td><\/tr><tr><td>05.10.1991     <\/td><td>Fahrrad-Rallye <\/td><\/tr><tr><td>11.10.1991 <\/td><td>Dia-Vortrag \u00fcber die Kirmes <\/td><\/tr><tr><td>19.10.1991     <\/td><td>4. Oktoberfest der ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige <\/td><\/tr><tr><td>26.10.1991     <\/td><td>Einkehrtag in Oberdollendorf <\/td><\/tr><tr><td>10.11.1991     <\/td><td> Empfang bei Pfarrer Sistermans <\/td><\/tr><tr><td>17.11.1991     <\/td><td>Kranzniederlegung am Ehrenmal <\/td><\/tr><tr><td>20.11.1991     <\/td><td>Fu\u00dfballspiel gegen das Tambour-Corps <\/td><\/tr><tr><td>22.11.1991     <\/td><td>2. Ausschusssitzung f\u00fcr das Jubil\u00e4um <\/td><\/tr><tr><td>06.12.1991     <\/td><td>Betstunde beim ewigen Gebet <\/td><\/tr><tr><td>29.12.1991     <\/td><td>Fest der heiligen Familie <\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n\n\n\n<p>Der Nachwuchs der Junggesellen \u00fcbt bereits in der Schule. Als 1993 der Verband der Ortsvereine (VdO) anl\u00e4sslich seines 65j\u00e4hrigen Bestehens mit der Gottfried-Kinkel-Grundschule eine Veranstaltung an drei Tagen in der Rheinhalle durchf\u00fchrte, war ein Sch\u00fctzenzug mit Hauptmann, F\u00e4hnrichen, K\u00f6nigs- und Begleiterpaaren die Sensation. Unter der Leitung von Regisseur Ferdinand Lobeck und der Rektorin Monika Baum marschierten die Kinder der Klassen 4a und 4b durch den Saal und boten mit Fahnenschwenken und K\u00f6nigsparade ein k\u00f6stliches Schauspiel.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"604\" height=\"791\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-75_-kinder.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1427\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-75_-kinder.jpg 604w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-75_-kinder-229x300.jpg 229w\" sizes=\"(max-width: 604px) 100vw, 604px\" \/><figcaption> <em>Sch\u00fctzenk\u00f6nig Philipp Dockenfu\u00df und K\u00f6nigin\u00a0Britte Rollb\u00fchler von der Grundschule Oberkassel\u00a0in der Rheinhalle, 1993<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Tradition der Bruderschaft wird besser verst\u00e4ndlich, wenn man die Kirmes in ihrer Gesamtheit erlebt. Nachstehend soll einmal der Ablauf des Kirmesgeschehens oder besser gesagt des Sch\u00fctzenfestes zusammengefasst dargestellt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Durchf\u00fchrung des Festes sind seitens des Vorstandes umfangreiche Arbeiten notwendig. Bereits im Fr\u00fchjahr, also M\u00e4rz\/April eines jeden Jahres, werden Vertr\u00e4ge zwischen der Bruderschaft und den Musikkappellen, die an den drei Kirmestagen den Sch\u00fctzenzug begleiten oder im Tanzsaal spielen geschlossen. Nat\u00fcrlich muss sich die Bruderschaft auch mit dem Oberkasseler Tambour-Corps absprechen. In jedem Jahr muss ein Marschplan aufgestellt werden, wann und durch welche Strassen der Sch\u00fctzenzug geht. Dieser ist dem Ordnungsamt vorzulegen. Weiter sind Genehmigungen erforderlich f\u00fcr die Benutzung des B\u00fcrgerparks f\u00fcr die K\u00f6nigskr\u00f6nung, den Ausschank w\u00e4hrend des K\u00f6nigsvogelschiessens und f\u00fcr das Schiessen selbst. Auch f\u00fcr das B\u00f6llerschiessen ist eine Erlaubnis notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits am zweiten Freitag im Juli ist die Dienstewahl, fr\u00fcher Diensteversteigerung. Die Mitglieder w\u00e4hlen die f\u00fcr den Sch\u00fctzenzug notwendigen Chargierten und Begleiter, also den Feuerwerker, die Zugoffiziere, die Schlussoffiziere sowie die Begleiter f\u00fcr Brudermeister und F\u00e4hnriche.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor der Kirmes werden die Freunde und G\u00f6nner der Bruderschaft angeschrieben, ob sie, wie schon seit Jahren, mit Fahnenschwenken geehrt werden wollen. Hierf\u00fcr erwarten die Junggesellen einen Betrag zur Deckung ihrer Kosten. Wenn ein Betrag ohne Schwenken gegeben wird, sind die Junggesellen nicht b\u00f6se, weil sie zeitlich oft in Bedr\u00e4ngnis kommen. Je nach der Anzahl wird ein Schwenkplan aufgestellt. Die Bruderschaft ist auch heute noch auf die Spenden der Gesch\u00e4ftsleute und B\u00fcrger angewiesen. Ohne die finanzielle Hilfe der Oberkasseler Bev\u00f6lkerung, insbesondere bei den Sammlung, w\u00e4re die Kirmes in der jetzigen Form nicht mehr durchzuf\u00fchren. Zu den Kosten soll hier nur soviel gesagt werden, dass der gr\u00f6\u00dfte Posten stets die Zugmusik an den drei Kirmestagen ist. Nat\u00fcrlich gibt es noch weitere Kosten, die hier nicht aufgez\u00e4hlt werden sollen. Die Bereitschaft der Oberkasseler Gesch\u00e4fte, die Bruderschaft zu unterst\u00fctzen, zeigte sich auch jetzt im Jubil\u00e4umsjahr wieder, denn die f\u00fcr die Festschrift angesprochenen Inhaber haben sich fast alle durch eine Anzeige beteiligt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"628\" height=\"422\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-77_-stangenaufstellen-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1433\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1433\" class=\"wp-image-1433\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-77_-stangenaufstellen-1.jpg 628w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-77_-stangenaufstellen-1-300x202.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><figcaption> <br><em>Das Aufstellen der Vogelstange<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"629\" height=\"434\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes1-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1434\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1434\" class=\"wp-image-1434\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes1-1.jpg 629w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes1-1-300x207.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 629px) 100vw, 629px\" \/><figcaption> <br><em>Der Gottesdienst auf dem Schulhof<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"632\" height=\"422\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes2-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1435\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1435\" class=\"wp-image-1435\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes2-1.jpg 632w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes2-1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 632px) 100vw, 632px\" \/><figcaption> <br><em>Die Gefallenenehrung am Ehrenmal<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"629\" height=\"418\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes3-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1436\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1436\" class=\"wp-image-1436\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes3-1.jpg 629w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-78_-kirmes3-1-300x199.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 629px) 100vw, 629px\" \/><figcaption> <br><em>Das Sch\u00fctzenk\u00f6nigspaar wird abgeholt<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"628\" height=\"426\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes4-1.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1437\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1437\" class=\"wp-image-1437\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes4-1.jpg 628w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes4-1-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><figcaption> <br><em>Der K\u00f6nigstanz im Saal<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn alle Genehmigungen beantragt, die notwendigen Einladungen geschrieben und die Presse unterrichtet sind, k\u00f6nnen die Junggesellen die \u00dcbungsabende auf dem Schulhof der Grundschule abhalten. Am Freitag vor der Kirmes ist mit dem Tambour-Corps dann die Generalprobe f\u00fcr die Parade auf der Adrianstrasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem B\u00f6llern am Kirmessamstag beginnt die Kirmes. Die Junggesellen holen mit klingendem Spiel die Vogelstange, die seit Jahrzehnten bei der Familie Willmeroth in der Zipperstrasse aufbewahrt wird, mit einem blumengeschm\u00fcckten Vogel ab. Dann geht es auf die Anh\u00f6he neben dem Sportplatz, wo der Vogel als Kirmessymbol aufgestellt wird. Anfang dieses Jahrhunderts wurde auch auf diesen Vogel geschossen. Heute ist es mehr eine Erinnerung daran, dass der Vogel fr\u00fcher im Steinbruch von Peter Uhrmacher aufgestellt und auch geschossen wurde. Die Zugteilnehmer nehmen die Vogelstange auf die Schulter und heben sie bei ihrem Marsch mit Schwung in die H\u00f6he. Der noch amtierende Sch\u00fctzenk\u00f6nig sitzt dabei auf der Stange und muss seine Reitk\u00fcnste beweisen, damit er nicht herunterf\u00e4llt. Das Tambour-Corps bringt anschlie\u00dfend dem Pr\u00e4ses, den Brudermeistern, dem Sch\u00fctzenk\u00f6nig, und der Sch\u00fctzenk\u00f6nigin, wenn ein Jubilar vorhanden ist, auch diesem, dem Hauptmann, den F\u00e4hnrichen und den Offizieren ein St\u00e4ndchen. Die Haust\u00fcren der vorgenannten und der Eingang zum Festsaal werden seit alters her mit zwei jungen B\u00e4umchen geschm\u00fcckt. Dies waren fr\u00fcher Eichen, heute sind es aus Umweltschutzgr\u00fcnden Birken. Am Abend versammeln sich der aktive Vorstand und der Vorstand der Ehrenmitglieder und ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige (beratender Vorstand) zur Schilderkranzrevision oder auch &#8222;Schilderkranz-Putzen&#8220; genannt beim amtierenden Sch\u00fctzenk\u00f6nig. Leider ist dies in der Vergangenheit auch schon \u00f6fters \u00fcberzogen worden, indem man den ganzen Sch\u00fctzenzug eingeladen hat. Dies geh\u00f6rt allerdings nicht zum Brauchtum der Bruderschaft.<br>B\u00f6llersch\u00fcsse und St\u00e4ndchen wecken am Kirmessonntag B\u00fcrger und Junggesellen. Unter Kommando des 2. Zugoffiziers holt der Sch\u00fctzenzug zuerst den Hauptmann ab, dann die F\u00e4hnriche, die Brudermeister und zuletzt den K\u00f6nig. Der Zug geht dann zum Schulhof und nimmt dort Aufstellung zur heiligen Messe, die bei gutem Wetter im freien stattfindet. Hauptmann und Begleiter des Pr\u00e4ses geleiten diesen mit den Messdienern zum Altar. Ehemalige K\u00f6nige haben den Altar aufgestellt und mit Fahnenschmuck versehen. Nach der Messe wird der Pr\u00e4ses wieder zur Kirche begleitet. W\u00e4hrend dieser Zeit spielt die Blasmusik traditionell den Kirmeswalzer. Fr\u00fcher wurde dieser nach der Prozession direkt vor der Kirche gespielt. Auf dem Schulhof nimmt nun der Sch\u00fctzenzug Aufstellung zum Fahnenschwenken f\u00fcr den Pr\u00e4ses und seine G\u00e4ste, die danach mit einem &#8222;Hoch&#8220; geehrt werden. Auf dem Marktplatz am Ehrenmal wird f\u00fcr die Gefallenen der Weltkriege ein Kranz niedergelegt, w\u00e4hrend die Musik das Lied vom guten Kameraden spielt. Danach werden die Oberkasseler B\u00fcrger durch Fahnenschwenken der beiden F\u00e4hnrich geehrt. Bis zur Mittagspause wird dann noch bei einigen Freunden und G\u00f6nnern die Fahne geschwenkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt besondere Anl\u00e4sse, an denen die ehemaligen K\u00f6nige auch einen sogenannten Jubilark\u00f6nig ermitteln. Das geschah bis vor einigen Jahren zusammen mit den Junggesellen am Kirmesmontag. Weil aber auf dem Fu\u00dfballplatz nur eine Kugelfanganlage vorhanden ist, schie\u00dfen die K\u00f6nige seitdem Sonntagsmorgens auf den Vogel. Der Jubilark\u00f6nig wird dann nachmittags vor der Parade gekr\u00f6nt. Hierf\u00fcr ist eigens ein zweiter Schilderkranz vorhanden, an dem die Jubilarschilder der nicht mehr lebenden Jubilark\u00f6nige befestigt sind. Eine Ausnahme von dem Schiessen am Kirmessonntag erfolgt, wenn ein Jubil\u00e4umsjahr der Bruderschaft vorliegt, wie jetzt beim 200j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um, so auch schon beim 175j\u00e4hrigen Bestehen, wird ein eigenes Fest meist im Mai gefeiert, um die Kirmes nicht in ihrem Programm zu st\u00f6ren. Hierbei wird dann auch der Jubilark\u00f6nig ermittelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Beim allj\u00e4hrlichen Kirmesprogramm besucht Sonntagnachmittag der Sch\u00fctzenzug zun\u00e4chst den Sch\u00fctzenk\u00f6nig und holt diesen ab. Zu seinen Ehren wird die Fahne geschwenkt und anschlie\u00dfend bei Freunden und G\u00f6nnern im Ort. Vor der Parade ist der Sch\u00fctzenzug zu Gast bei der K\u00f6nigin und ehrt auch sie durch Fahnenschwenken. Mit der K\u00f6nigin geht es dann zur Parade, an der auch der Pr\u00e4ses teilnimmt. Im Festsaal angekommen, wird dort der K\u00f6nigstanz durchgef\u00fchrt, bei dem die Offiziere ihre S\u00e4bel in der Mitte der Tanzfl\u00e4che niederlegen. Die Reihenfolge des Tanzes ist in den Regeln genau festgelegt. Dieser K\u00f6nigstanz, man nennt ihn auch Schwertertanz, wird nur noch von wenigen Bruderschaften im Rheinland ausgef\u00fchrt. Es ist Tradition, dass das K\u00f6nigspaar f\u00fcr die Chargierten ein Essen gibt und zwar sonntags die K\u00f6nigin, montags der alte K\u00f6nig und dienstags der neue K\u00f6nig. Mit dem Festball findet der Kirmessonntag seinen Abschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Montagmorgen treffen sich die Sch\u00fctzen traditionsgem\u00e4\u00df zum Gottesdienst f\u00fcr die lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Die Brudermeister dienen dem Pr\u00e4ses dabei als Ministranten, und die F\u00e4hnriche stehen mit den Fahnen am Altar. Nach dem Gottesdienst ist Antreten auf dem Marktplatz. Fr\u00fcher ging es zun\u00e4chst zur Brauerei, wo mancher Junggeselle noch Zielwasser zu sich nahm. Heute trifft man sich vorher in der Gastst\u00e4tte &#8222;En d\u00b4r Schmied&#8220;. Es wird noch mehrmals die Fahne geschwenkt, und dann geht der Sch\u00fctzenzug mit dem Pr\u00e4ses, der K\u00f6nigin, dem B\u00fcrgermeister oder den Kommunalvertretern, zum Fu\u00dfballplatz. Der f\u00fcr das Schie\u00dfen erforderliche K\u00f6nigsvogel wird in einem betonierten Kugelfang aufgestellt. Der Schiessmeister hat das Gewehr auf einem St\u00e4nder vorher schon so ausgerichtet, dass ale Sch\u00fcsse innerhalb des Kugelfangs bleiben. Die verantwortungsvolle Aufgabe des Schiessmeisters \u00fcbt seit vielen Jahren Ludwig Wittmann aus. Er wurde wegen seiner Verdienste 1977 zum Ehrenmitglied ernannt.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-gallery columns-3 is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"628\" height=\"426\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes5.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1438\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1438\" class=\"wp-image-1438\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes5.jpg 628w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes5-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 628px) 100vw, 628px\" \/><figcaption> <br><em>Das Schie\u00dfen auf dem Sportplatz<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"626\" height=\"418\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes6.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1439\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1439\" class=\"wp-image-1439\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes6.jpg 626w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-79_-kirmes6-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 626px) 100vw, 626px\" \/><figcaption> <br><em>Die Kr\u00f6nung des Sch\u00fctzenk\u00f6nigs<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"620\" height=\"424\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes7.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1440\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1440\" class=\"wp-image-1440\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes7.jpg 620w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes7-300x205.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 620px) 100vw, 620px\" \/><figcaption> <br><em>Die Kr\u00f6nung der Sch\u00fctzenk\u00f6nigin<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"623\" height=\"424\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes8.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1441\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1441\" class=\"wp-image-1441\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes8.jpg 623w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes8-300x204.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 623px) 100vw, 623px\" \/><figcaption> <br><em>Die Parade auf der Adrianstra\u00dfe<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><li class=\"blocks-gallery-item\"><figure><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"621\" height=\"416\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes9.jpg\" alt=\"\" data-id=\"1442\" data-link=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/?attachment_id=1442\" class=\"wp-image-1442\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes9.jpg 621w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-80_-kirmes9-300x201.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 621px) 100vw, 621px\" \/><figcaption> <br><em>Fahnenschwenken auf der Kalkuhlstra\u00dfe<\/em> <\/figcaption><\/figure><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Mit einem Gebet und Choral, den Ehrensch\u00fcssen von Pr\u00e4ses, Brudermeistern, Sch\u00fctzenk\u00f6nig und -k\u00f6nigin sowie Hauptmann und den F\u00e4hnrichen beginnt das Vogelschiessen auf dem Fu\u00dfballplatz. Gehen noch unverheiratete ehemalige K\u00f6nige mit im Sch\u00fctzenzug, d\u00fcrfen auch sie einen Ehrenschuss abgeben. Sollte der Vogel bei den Ehrensch\u00fcssen schon fallen, wird er wieder aufgesetzt. Die Kandidaten beginnen dann in einer vorher festgelegten Reihenfolge das Schiessen. Um die Jahrhundertwende wurde die Reihenfolge ausgelost, heute nicht mehr, weil wohl die Anzahl der Sch\u00fctzen kleiner geworden ist. Wer den letzten Teil des Vogel von der Stange herunterholt, ist Sch\u00fctzenk\u00f6nig. Er benennt seine K\u00f6nigin und seine Begleiter. Das alles geschieht noch auf dem Schie\u00dfstand, wo auch durch B\u00f6llern den B\u00fcrgern der K\u00f6nigsschuss angezeigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag holen die Junggesellen mit blumengeschm\u00fcckten Gewehren den amtierenden alten K\u00f6nig ab und marschieren zum Schulhof, fr\u00fcher zum Marktplatz, wo sich die dort versammelten ehemaligen K\u00f6nige mit dem Pr\u00e4ses, den Ehrenmitgliedern sowie den Ehreng\u00e4sten und dem neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nig in den Zug einreihen. Der neue K\u00f6nig tr\u00e4gt seit alters her einen Zylinder, der mit einem Lorbeerkranz geschm\u00fcckt ist. Im B\u00fcrgerpark wird dann der neue Sch\u00fctzenk\u00f6nig gekr\u00f6nt. Die Musik spielt hierbei den Choral &#8222;Tochter Zion freu dich\u2026&#8220;, und der neue K\u00f6nig erh\u00e4lt vom Pr\u00e4ses den Schilderkranz. Mit dem Fahnenschwenken zu Ehren des neuen K\u00f6nigs geht die Feier zu Ende.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ehemaligen K\u00f6nige, Ehrenmitglieder und Ehreng\u00e4ste gehen mit dem Sch\u00fctzenzug zu einem vereinbarten Treffpunkt, wo sie dann zur Parade wieder abgeholt werden. Ist unter ihnen ein 25j\u00e4hriger Jubilar, sind alle bei ihm eingeladen. Der Sch\u00fctzenzug marschiert aber weiter zur amtierenden K\u00f6nigin und mit ihr zur neuen Sch\u00fctzenk\u00f6nigin. Diese wird vor ihrem Haus gekr\u00f6nt und mit Fahnenschwenken geehrt. Anschlie\u00dfend marschieren alle zum Jubilark\u00f6nig, dort wieder Fahnenschwenken und Abmarsch zur K\u00f6nigsparade auf der Adrianstrasse. Seit Jahrzehnten findet die Parade am Kirmessonntag auf dem Strassenst\u00fcck zwischen Basalt- und Zipperstrasse, am Kirmesmontag zwischen C\u00e4cilien- und Baumstrasse und am letzten Tag zwischen Zipper- und C\u00e4cilienstrasse statt. Danach geht\u00b4s sofort in den Festsaal, wo der K\u00f6nigstanz den K\u00f6nigsball einleitet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die K\u00f6nigsparade am Kirmesmontag zieht sehr viele Zuschauer an, weil dann stets zwei K\u00f6nigspaare mit den Begleiterpaaren dabei sind, und die ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige und die Ehrenmitglieder sowie die Ehreng\u00e4ste an der Parade teilnehmen. Der Sch\u00fctzenzug erregt aber auch oft den Unwillen der Oberkasseler, weil es zu lange dauert, bis er auf der Adrianstrasse erscheint. Der Zeitpunkt der K\u00f6nigsparade am Kirmesmontag ist allerdings schwer abzusch\u00e4tzen, weil er von mehreren Faktoren abh\u00e4ngt. Es f\u00e4ngt damit an, ob der Vogel fr\u00fch oder sp\u00e4t geschossen wird. Dann wird die bei dem alten und neuen K\u00f6nig und deren K\u00f6niginnen vorgesehene Zeit oft \u00fcberschritten. Letztlich liegt es auch am Brudermeister und dem Hauptmann, ob nach kurzer Rast der Sch\u00fctzenzug wieder zum Raustreten aufgefordert wird. Wenn dann auch noch ein Jubilark\u00f6nig abzuholen ist, kann die D\u00e4mmerung schon anbrechen, ehe der Sch\u00fctzenzug auf der Adrianstrasse ankommt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Kirmesdienstag beginnt f\u00fcr die Junggesellen erst mit dem Sch\u00fctzenzug am Nachmittag. Zuerst geht man zu einem Umtrunk zum alten K\u00f6nig. Der neue K\u00f6nig bewirtet ebenfalls die Junggesellen. Selbstverst\u00e4ndlich wird beiden bei diesem Besuch die Fahne geschwenkt. Auch Freunde und G\u00f6nner werden noch mit Fahnenschwenken geehrt, wie auch die beiden K\u00f6niginnen, die zur Schlussparade abgeholt werden. Der Schlussball beendet dann diesen Tag. Am Kirmesdienstag erh\u00e4lt die Bruderschaft dann auch Besuch aus Ober- und Niederdollendorf sowie K\u00f6nigswinter. Sie kommen fast immer mit ihrem Vorstand und dem amtierenden K\u00f6nigspaar und versch\u00f6nern das Fest. Zum Kirmesdienstag ist noch anzumerken, dass morgens ein Festkommers stattfindet, wenn ein 50j\u00e4hriges oder noch h\u00f6heres Jubil\u00e4um eines Sch\u00fctzenk\u00f6nigs vorliegt. Dabei werden der Jubilar und verdiente Mitglieder geehrt. Nachmittags gehen mit dem Sch\u00fctzenzug dann auch inaktive Mitglieder mit einem Zugoffizier, einem F\u00e4hnrich und eigener Musik, der sogenannte dritte Zug.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Mittwoch bildet mit dem Einholen der Vogelstange und dem Verbrennen des Kirmeskerls, der meist bei dem alten K\u00f6nig hergestellt wird, den Abschluss der Oberkasseler Kirmes.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"601\" height=\"887\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-81_-tambourcorps.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1443\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-81_-tambourcorps.jpg 601w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-81_-tambourcorps-203x300.jpg 203w\" sizes=\"(max-width: 601px) 100vw, 601px\" \/><figcaption> <em>Das Tambourcorps Gr\u00fcn-Wei\u00df Oberkassel<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Oberkasseler Sch\u00fctzenzug ist heute ohne das Tambour-Corps Gr\u00fcn-Weiss Ober-kassel nicht mehr denkbar. Nach dem 2. Weltkrieg hatte die Bruder-schaft, au\u00dfer der bestellten Blasmusik, nur 4 sogenannte &#8222;Kn\u00f6ppelchesjonge&#8220;, die mit dem Sch\u00fctzenzug gingen und auch die St\u00e4ndchen spielten. Am 1.9.1950 beschlossen in der Gastst\u00e4tte zur Sennh\u00fctte, Hermann Scheidt, Josef Mittler, Peter Sand, Rolf Welter und Peter Wimmeroth, einen selbstst\u00e4ndigen Spielmannszug zu gr\u00fcnden. Seitdem entwickelte sich dieser Verein zu einem angesehenen Tambour-Corps, welches das Jahr \u00fcber gefragt ist. An den Karnevalstagen kann man sie bei den Bonner Stadtsoldaten antreffen, aber auch bei Musikfesten sind sie gefragt. Wie man der Vereinsschrift von 1985 entnehmen kann, hat man bis zu diesem Zeitpunkt \u00fcber 180 erste Preise erzielt, 70 mal den zweiten Rang und 40 mal den dritten Rang belegt. Eine stolze Bilanz. Im Tambour-Corps befinden sich mehrere Mitglieder, die bei der Bruderschaft die K\u00f6nigsw\u00fcrde erzielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Chronik wurde erstellt anl\u00e4sslich des 200j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums der Bruderschaft. Es w\u00e4re ein Vers\u00e4umnis zu Beginn des Jubil\u00e4umsjahres 1994, w\u00fcrde man nicht auf die Festveranstaltung an Pfingsten dieses Jahres hinweisen. Aus dem Nachfolgenden Festprogramm sind die Veranstaltungen anl\u00e4sslich des Jubil\u00e4ums ersichtlich. Die Bruderschaft hofft auch hier auf die rege Teilnahme der ganzen Bev\u00f6lkerung. Die Chronik soll auch dazu beitragen, dass das sch\u00f6ne Heimatfest auch k\u00fcnftig in alter Tradition in Oberkassel gefeiert wird.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\"><strong>Festprogramm<br>der<br>Jesus Maria Josef Junggesellen-Sch\u00fctzenbruderschaft<br>Bonn-Oberkassel 1794 e. V.<br>an Pfingsten 199<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>21. Mai 1994 &#8211; Pfingstsamstag<\/strong><br>15.00 Uhr <br>Antreten der Bruderschaft zum Aufsetzten der Vogelstange, anschl. Sternmarsch der Tambourcorps aus Oberkassel, Heisterbacherroth, Siegburg-Wolsdorf und Wesseling-Urfeld durch den Ort<br><br>19.00 Uhr<br>Festkommers mit anschlie\u00dfendem Tanz in der Rheinhalle f\u00fcr geladenen G\u00e4ste<br><br><strong>22. Mai 1994 &#8211; Pfingstsonntag<\/strong><br>Festhochamt f\u00fcr die Lebenden und Verstorbenen der Bruderschaft. Weihe der neuen Schwenkfahne durch den Weihbischof Norbert Trelle. Anschlie\u00dfend Gefallenenehrung am Ehrenmal<br><br>11.00 Uhr<br>Vogelschie\u00dfen der ehemaligen Sch\u00fctzenk\u00f6nige auf dem Fu\u00dfballplatz in Oberkassel. <br>Aus Anla\u00df des 200j\u00e4hrigen Bestehens der Bruderschaft wird ein Jubilark\u00f6nig ermittelt <br><br>14.30 Uhr<br>Antreten aller Festzugteilnehmer auf dem Schulhof der Grundschule. Am Festzug durch Oberkassel nehmen sechs Bruderschaften und vier Tambourcorps bzw. Kapellen teil.<br><br>15.30 Uhr<br>Kr\u00f6nung des neuen Jubilark\u00f6nigs und \u00dcbergabe der Neuen Schwenkfahne, anschl. Festzug durch Oberkassel.<br><br>18.00 Uhr<br>Parade des Festzuges auf der K\u00f6nigswinterer Stra\u00dfe zwischen Alsstra\u00dfe und Jakobstra\u00dfe.<br><br>20.00 Uhr<br>K\u00f6nigs- und Maiball in der Rheinhalle mit Ehrung des Maik\u00f6nigspaares. Eintritt frei.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1196\" height=\"717\" src=\"http:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-82_-142.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1444\" srcset=\"https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-82_-142.jpg 1196w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-82_-142-300x180.jpg 300w, https:\/\/www.jmj-online.de\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Seite-82_-142-768x460.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1196px) 100vw, 1196px\" \/><figcaption> <em>Das Sch\u00fctzenk\u00f6nigspaar 1993\/94 mit Begleitern.<br>Von links: Sylke Naumann, G\u00fcnter Luge, Markus Schneider, Tanja Schneider, Dietmar Warmsbach<\/em> <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1980 &#8211; 1993 Nachfolger von Elmar Wiegelmann wurde im Sommer 1980 Hendrik Sistermans. Er wurde 1919 in Holland geboren und kam vom Orden der Herz-Jesu-Priester, die in Oberkassel ihr Provinzialhaus haben. Sistermans war 18 Jahre in Brasilien t\u00e4tig. 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