{"id":71,"date":"2013-07-07T11:23:50","date_gmt":"2013-07-07T09:23:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.test.jmj-online.de\/?page_id=71"},"modified":"2013-07-29T10:53:21","modified_gmt":"2013-07-29T08:53:21","slug":"einleitung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.jmj-online.de\/?page_id=71","title":{"rendered":"Einleitung"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 13px;\">Alteingesessene oder Neub\u00fcrger von Oberkassel stellen oft Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man die Geschichte und Tradition unserer Heimat kennt. Die Verfasser dieser Chronik empfanden es als eine dankbare Aufgabe, der 200j\u00e4hrigen Geschichte der Jesus-Maria-Josef Junggesellen Sch\u00fctzenbruderschaft 1794 &#8211; nachfolgend als Bruderschaft bezeichnet &#8211; nachzugehen. Sie berichten \u00fcbereinstimmend, dass ihnen die Arbeit an der Chronik Spa\u00df gemacht hat und sie viel neues und Interessantes \u00fcber die Bruderschaft erfahren haben. Immerhin haben sie \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren an der Chronik gearbeitet. Die Autoren sind alle, jeder auf seine Weise, in der Vergangenheit aktiv f\u00fcr die Bruderschaft t\u00e4tig gewesen, so dass es f\u00fcr sie nicht schwer war, sich in der Materie zurechtzufinden.<\/span><\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise waren der Schriftwechsel und die Protokollb\u00fccher der Bruderschaft seit dem 1. Weltkrieg noch vorhanden, wenn auch an verschiedenen Stellen aufbewahrt. Es galt zun\u00e4chst, das vorhandene Material zusammenzuf\u00fchren und auszuwerten. Nach einiger Zeit waren der Schriftwechsel und die sonstigen Unterlagen in 21 Ordnern zusammengefasst und sortiert. Es lagen au\u00dferdem ein Bruderschaftsbuch und drei Protokollb\u00fccher sowie eine Bilderchronik vor.<\/p>\n<p>Die letzten 100 Jahre der Bruderschaft zu beschreiben war nicht schwierig, wegen der gro\u00dfen Auswahl des Materials eher arbeitsaufwendig. Bildmaterial lag ab dem Jahr 1920 gen\u00fcgend vor. Aus den ersten 100 Jahren des Bestehens der Bruderschaft ist erfreulicherweise das \u00e4lteste Bruderschaftsbuch noch vorhanden, aber es enth\u00e4lt au\u00dfer den Statuten, den Mitgliederverzeichnissen und Aufstellungen \u00fcber das Inventar nur wenige Einzelheiten \u00fcber das interne Leben der Bruderschaft. Immerhin gab es auch hier interessante Erkenntnisse, so zum Beispiel die Mitgliedschaft der Jungfrauen in der Bruderschaft. Sofern in der Chronik keine Quellenhinweise genannt werden, beruhen die Angaben auf den eigenen Unterlagen der Bruderschaft.<\/p>\n<p>Nun wurden die Archive aufgesucht, um festzustellen, ob dort Unterlagen \u00fcber die Bruderschaft vorhanden sind. Das Archiv der katholischen Pfarrgemeinde Oberkassel bot insoweit eine \u00dcberraschung, als eine alte Schwenkfahne, wenn auch vom Zahn der Zeit sehr mitgenommen, aus dem Jahr 1884 aufgefunden wurde. Sie wurde fachm\u00e4nnisch restauriert und ist auf dem Schutzumschlag dieser Chronik zu sehen. Mit Absicht haben wir diese Fahne auf dem Titelblatt abgebildet. Die Darstellung der hl. Familie soll daran erinnern, dass die christliche Familie auch heute noch ein erstrebenswertes Ziel f\u00fcr junge Menschen ist. Au\u00dferdem ist die 110 Jahre alte Fahne ein sichtbares Zeugnis der Bruderschaft aus dem vergangenen Jahrhundert. Im Pfarrarchiv wurde wenig Schriftwechsel \u00fcber die Jesus-Maria-Josef Junggesellen Sch\u00fctzenbruderschaft gefunden, umso mehr von der St. Sebastianus-Bruderschaft Oberkassel von 1662. Man kann sie wohl als die Wurzel der Junggesellen-Bruderschaft ansehen, und daher wurde ihr in der vorliegenden Chronik auch ein besonderes Kapitel gewidmet.<\/p>\n<p>Im dritten Reich kam es zu einem zwangsweisen Zusammenschluss mit der St. Hubertus-Sch\u00fctzengesellschaft, die erst in dem Jahre 1911 entstand. Dieser Verbund bestand nur ein paar Jahre, aber auch \u00fcber diese Sch\u00fctzengesellschaft wird in einem besonderen Kapitel berichtet.<\/p>\n<p>Die Archive der Stadt Bonn, der Stadt K\u00f6nigswinter, des Rhein-Sieg-Kreises und das Di\u00f6zesanarchiv in K\u00f6ln wurden hinsichtlich Unterlagen \u00fcber die Bruderschaft durchforstet und brachten besonders aus dem vergangenen Jahrhundert neue Erkenntnisse \u00fcber die Bruderschaft. Auch die beim Heimatverein Bonn-Oberkassel aufbewahrte Oberkasseler Zeitung war uns bei der Spurensuche eine wertvolle Hilfe.<\/p>\n<p>Als Anhang zu dieser Chronik haben wir f\u00fcr den Interessierten als Nachschlagewerk die \u00e4lteste und die neueste Satzung mit den Regeln von 1984 abgedruckt. Weiter sind beigef\u00fcgt die Verzeichnisse der Pfarrer, der Brudermeister, der Sch\u00fctzenk\u00f6nige und -k\u00f6niginnen, der Jubilark\u00f6nige, der Ehrenmitglieder und der Maik\u00f6nigspaare. Aus diesen namentlichen Aufstellungen und den in der Chronik erw\u00e4hnten Chargierten ergeben sich interessante familienkundliche Hinweise. Viele Oberkasseler werden einen ihrer Vorfahren oder Verwandten in der Chronik wiederfinden. Nicht selten tauchen Familiennamen in mehreren Generationen auf.<\/p>\n<p>Die Oberkasseler B\u00fcrger bitten wir um Nachsicht, dass wir nicht \u00fcber jede Kirmes, jede Veranstaltung und jedes Ereignis der Bruderschaft berichtet haben. Es war auszuw\u00e4hlen nach verschiedenen Gesichtspunkten, wobei es galt, ein gesundes Mittelma\u00df zu finden. Auch konnten wir nicht alle K\u00f6nigsschilder abbilden, das h\u00e4tte den Rahmen dieser Chronik gesprengt. Zudem sind sie durch den Heimatverein Bonn-Oberkassel in dessen Schriftenreihe ver\u00f6ffentlicht worden. Einige f\u00fcr ihre Zeit charakteristische oder interessante Schilder haben wir nat\u00fcrlich aufgenommen. Das Bildmaterial stammt \u00fcberwiegend aus dem Bestand der Bruderschaft oder dem Archiv des Heimatvereins Bonn-Oberkassel. Einige Bilder stellten dankenswerterweise Oberkasseler B\u00fcrger zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Wir danken allen, die unsere Arbeit unterst\u00fctzt haben. Hier ist besonders der Heimatverein Bonn-Oberkassel zu nennen, der uns sein Archiv, hier besonders die Oberkasseler Zeitung und das vorhandenen Bildmaterial, zur Verf\u00fcgung stellte. Au\u00dferdem konnten wir seine R\u00e4ume im alten Rathauskostenlos f\u00fcr die Zusammenk\u00fcnfte des Ausschusses f\u00fcr die Chronik und die Festschrift nutzen. Auch den Mitarbeitern in den anfangs erw\u00e4hnten Archiven danken wir f\u00fcr ihre freundlichen und hilfsbereiten Ausk\u00fcnfte. Letztlich w\u00e4re ohne die finanzielle Unterst\u00fctzung der Stadt Bonn &#8211; Bezirksverwaltung Beuel -, des Landschaftsverbandes Rheinland, der katholischen Pfarrgemeinde St. C\u00e4cilia und der Unternehmensgruppe Global Finanz diese Chronik in der jetzt vorliegenden Form nicht erschienen. Allen F\u00f6rderern und Mithelfern dieser Chronik sagen die Autoren und die Bruderschaft ein herzliches &#8222;Vergelt\u00b4s Gott&#8220;.<\/p>\n<p>Noch ein Wort zu Tradition und Brauchtum. Tradition wird heute oft l\u00e4cherlich gemacht und als altmodisch dargestellt. Meistens ist nur das Moderne gefragt. Erstaunlich aber ist, dass viele Menschen sich gerne an die Tradition ihrer Jugendzeit erinnern. Viele m\u00f6chten beispielsweise die Kirmes so erleben, wie sie diese selbst fr\u00fcher mitgemacht haben. Das ist verst\u00e4ndlich und sollte auch so bleiben. Diese Chronik soll auch dazu beitragen, das \u00fcberlieferte Brauchtum an kommende Generationen weiterzugeben, getreu dem Spruch Goethes, den ein Sch\u00fctzenk\u00f6nig auf sein Schild gravieren lie\u00df:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>&#8222;Was du ererbst von deinen V\u00e4tern,<\/em><br \/>\n<em>Erwirb es, um es zu besitzen!&#8220;<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Willi Hey<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alteingesessene oder Neub\u00fcrger von Oberkassel stellen oft Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man die Geschichte und Tradition unserer Heimat kennt. 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